Der Tag oͤes Herrn Der 7 —— 5 Mel. An 2 0—
weiht./ Auf, auf! die ihm ge⸗raub⸗te Zeit/ in sei⸗ nem
———— R— Dien ⸗ste ein ⸗ zu ⸗ ho⸗ len.
2. Auf, laß die Welt aus deinem Sinne,/ dein iroͤisch Werk muß stille stehn;/ du sollst zu höherem Gewinne/ in deines Gottes Tempel gehn,/ ihm zu bezahlen deine Pflichten/ und zur Ver⸗ mehrung seines Ruhms/ die Werke deines Priestertums/ in tiefster Andacht zu verrichten.
3. Mein Gott!l ich bin vor dir erschienen/ und gebe auf dein Winken acht;/ wie kann ich oͤir gefällig dienen,/ wenn mich dein Geist nicht tüchtig macht?/ Wie weroͤe ich in dir erfreuet,/ wenn er nicht stillt der Sünde Schmerz?/ Wie bet ich, wenn er nicht das herz/ durch seine Gnaͤoe mir erneuet?
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4. Kann meine Harfe lieblich klingen,/ wenn sie dein Finger läßt/ un nicht berührt?/ Kann ich die finstre Nacht oͤurchoͤringen,/ wenn 3. Ha mich dein Licht nicht aufwärts führt?/ Kann ich ein reines Opfer schenkt; werden,/ wenn deine Flamm nicht in mich fährt/ und mich in Gott ge deiner Lieb verzehrt/ und hebet von dem Staub der Erden? Wolken
5. Mein Jesus hat mein Herz so teuer/ zu seinem Tempel ein⸗
geweiht:/ hier ist dein heroͤ, hier ist dein Feuer,/ die Fülle deiner 0075 Herrlichkeit,/ dein heiligtum, dein Stuhl der Gnade;/ dein Licht. und Recht, das himmelsbrot,/ des Geistes Frucht und dein Ge⸗ Pfortl/ bot/ erfüllen diese Bundeslade. 5. O1 6. In deinem Haus will ich mir bauen/ die hütte, bis ich scheid tum* einmal./ Indessen gib mir, oͤich zu schauen,/ o Lebenslicht, den bis es kt Gnadenstrahl!/ So feir ich recht den Tag der Sonnen,/ so hab ich meine Ruh in dir;/ ach, habe du dein Werk in mir!/ Vollführe, was oͤu hast begonnen! mel. Mei 7. Wenn sich des Lebens Werktag' enden,/ so ruh, von allem x Frondienst los,/ mein Geist in Gottes Vaterhänden,/ mein Leib 005 in seiner Mutter Schoß,/ bis beides feiern wird dort oben,/ wo* man in sicherm Frieden ruht,/ nichts denket, reoͤet oder tut,/ als 1. dich zu lieben, dich zu loben. Christoph Wegleiter, 4 1706. 2 10


