Das Kirchenjahr
2 Dein Zion streut dir Palmen und grüne Zweige hin, und ich will dir in Plalmen ermuntern meinen Sinn. Nein Rerze soll dir grümen in stetem Lob und Preis und deinem Namen dienen, so gut es kann und weih.
3&las halt du unterlassen zu meinem Trost und Freud, als Leib und Seele sahen in ihrem größten Leid? Als mir das Reich ge⸗ nommen, da Pried und Freude lacht, da bilt du, mein Reil, kom⸗ men und halt mich froh gemacht.
4 sch lag in schweren Banden, du kommit und machlt mich los; ich tand in Spott und Schanden, du kommit und machst mich groß und hebst mich hoch zu Ehren und schenkst mir grohes Gut, das lich nicht lüßßt verzehren, wie irdilch Reichtum tut.
5 Nichts, nichts hat dich getrieben zu mir vom Bimmelszelt als das geliebte Lieben, womit du alle Aelt in ihren tausend Plagen und grohen Jammerlalt, die kein Mund kann aussagen, so fest umfangen halst.
6 Das schreib dir in dein Rerze, du hochbetrübtes Neer, bei denen Gram und Schmerꝛe sich hüuft je mehr und mehr: seid unverzagt! Ihr habet die Bilke vor der Tür; der eure Berzen labet und tröltet, steht allhier.
Ihr dürft euch nicht bemühen noch sorgen Tag und Nacht, wie ihr ihn wollet ziehen mit eures Armes Macht. Sr kommt, er komint mit Clilien, ist voller Lieb und Lust, all Anglt und Not zu stillen, die ihm an euch bewußht.
8 Ruch dürft ihr nicht erschrecken vor eurer Zündenschuld; nein, jefus will sie decken mit feiner Lieb und BRuld. Er kommt, er kommt den Sündern zum Trost und wahren Reil, schafft, dah bei Gottes Kindern verbleib ihr Erb und Teil.
9 Qlas fragt ihr nach dem Schreien der Peind und ihrer Tück! Der Rerr wird fie zerktreuen in einem Kugenblick. Er kommt, er Romumt, ein König, dem wahrlich alle Feind auf Erden viel zu wenig zum Uliderstande seind.
10 Er kommt zum Nleltgerichte, zum Fluch dem, der ihm flucht, mit Gnad und süßem Lichte dem, der ihn liebt und sucht. Ach komm, ach komm, o Sonne, und hol uns allzumal zum ewgen licht und NMonne in deinen Freudenlaal!
Matth. 21,1ff. paul Gerhardt, 1607-1676
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