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Gesang- und Gebetbuch für die Erzdiözese Cöln
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624 Kurze Betrachtungen auf alle Tage d. Monates.

Anwendung. Weihe dich von neuem dem Dienste der hl. Jungfrau und sprich zu ihr:

Herrsche über uns, du und dein Sohn! Richter 8.

31. Vom Eifer im Dienste GSottes.

1. Unendlich ist der Eifer, den Gott für unser Seelenheil an den Tag legt. All sein Wirken zielt nur auf unsere Vervollkommnung ab; alle Wünsche seines Herzens, alle Sorgen seiner Vor⸗ sehung gehen darauf hinaus. Möchten wir doch an unserm Heile mit soviel Eifer arbeiten, als seine Liebe gegen uns verdient! Aber welche Beschämung für laue Seelen!

2. Was soll man wohl von einem Herrn denken, dessen Diener ihm nur träge und nach⸗ lässig dienen? Wollte man Gott nach unserer Trägheit beurteilen, so könnte man sagen, er wäre nicht wert, daß wir ihm dienten, und seine Belohnungen hätten wenig zu bedeuten. Wir verleugnen darum Gott und entehren seinen Dienst, wenn wir so nachlässig seinen Wünschen nachkommen.Wehe dem Menschen, der Gottes Werk nachlässig betreibt!

3. Auch die kleinste Handlung, die wir für Gott tun, gilt tausendmal mehr, als alle Helden⸗ taten der Eroberer. Wenn man soviel leidet für die Eitelkeit der Welt, was könnte man dann nicht für die Ewigkeit tun! Sieh, die Anhänger des Teufels sparen keine Mühe; sie schrecken vor nichts zurück, sie beklagen sich über nichts, so groß auch die Leiden sind, die sie zu