Sonntagslieder. 5
Ort beweint, wo Gottes Wort entfernet scheint.
3. Wir dürfen keinen Zwei⸗ fel tragen, als wär allhier nicht Gottes We wo wir nach Gottes Worte fragen, da macht er eine Kirche draus: sie sei nun zahlreich oder klein, so muß sie ihm doch heilig sein.
4. So treten wir im Geist zu⸗ sammen. so singen wir des Her⸗ ren Lied. so bringen wir die Opferflammen, auf welche Gott in Gnaden sieht: so lesen wir und hören an. was Gottes Wort uns lehren kann.
5. Ach Herr, gib selber das Gedeihen, laß doch kein Wort vorübergehn, laß uns die See⸗ lenspeis erfreuen, laß unser 275 erquicket stehn. gib unsrer
infalt deutlich ein das. was uns kaͤnn erbaulich sein!
6. Erhalt uns 2 dem Glau⸗ bensgrunde, den du den Eck⸗ stein hast genennt. daß man dich nicht nur mit dem Munde, auch mit dem Herzen selbst belzennt. Wenn uns die Welt Ver Beihm⸗ dräut, so gib, o Herr, Bestän⸗ digkeit!
7. Ja bau du selbst in unsrer Seele dir ein lebendig Gottes⸗ haus. so wird in dieser Jammer⸗ höhle ein angenehmer Sabbat draus, bis wir in jenen Tempel gehn und vor des Lammes Stuhle stehn.
Benjamin Schmolck g. 1672 4 1737.
10.
Ml. Herr Zesu Christ, dich zu uns wend
Mein hur die Sonne geht herfür, sei du die Sonne
selbst in mir. du Sonne der Ge⸗ inn. vertreib der Sünden Dunkelheit!
2, Mein erstes Opfer ist dein Ruhm. mein Herz ist selbst dein Eigentum; ach kehre gnädig bei mir ein, du mußt dir selbst den Tempel weihn.
3. Gib, daß ich meinen Fuß bewahr, eh ich mit use Kir⸗ chenschar zum Hause Gottes wallen geh. daß ich auch heilig vor dir steh.
4. Bereite 3 un Mund und Hand und gib mir Weisheit und Verstand, daß ich dein Wort mit Andacht bor. zu deines großen Namens Ehr.
5. Schreib alles festin meinen Sinn. daß ich nicht nur ein Hörer bin; perleihe deine Kraft dabei, daß ich zugleich ein Täter sei.
6. Hilf, daß ich diesen ganzen Tag mit Leih und Seele feiern mag; bewahr mich vor der argen Welt, die deinen Sabbat sündlich hält.
7. 600 ich bei di 3n Haute hin, wo ich bei dir zu Hause bin. Men Herz ist willig und bereit, o heilige Dreieinigkeitl
Benjamin Schmolck g. 1672 4 1737.
11.
Ml. Weicht, ihr Berge,fallt, ihr Hügel.
Tun. mir auf 15 schöne Pforte, führet mich in Zion eini Ach. wie wird an diesem Orte meine Seele fröhlich sein! Hier ist Oottes Angesicht, hier ist lauter Trost und Licht.
2. Ich bin, Herr, zu dir ge⸗ kommen, komme du nun auch


