kaum unterdrücken. Niemand fragte, ob man sich den Beschlüssen der Vertrauensmänner unterwarf. Jeder hielt es für selbstverständ- lich. Aus dem Haufen Verzweifelter war ein Heer geworden, das nichts sehnlicher wünschte, als loszuschlagen.
2.
Die erste Aktion erfolgte gegen den Posten am Judentor. Wolfs Wahl war auf Fenyes gefallen. Dieser sollte den Mann unverzüg- lich und lautlos beseitigen.
Fenyes machte sich unscheinbar. Durch das Dunkel und viele Hauservorsprünge begünstigt, kroch er an den jungen Menschen heran, der gelangweilt dastand, immer in dieselbe Richtung star- rend. Der Karpatorusse, ihm schräg gegenüber, wartete, bis er seine Haltung verändern würde.
Lange rührte sich der Posten nicht. Sein Gesichtsausdruck war verträumt. Er mußte sehr jung sein. Stirn und Augen blickten völlig schicksalslos. Der Mund war kindlich, ohne jedes Erleb- nis. Woran er dachte? Vielleicht an zu Hause.
Fenyes, mit dem Blick des Raubtiers, war weit davon entfernt, sich mit den Vorstellungen des Postens zu beschäftigen. Er probte in Gedanken den Sprung, den er zu unternehmen hatte. Er maß die Entfernung, tastete mit seinen scharfen Augen den Hals des Mannes ab, bewegte seine Finger, um sie geschmeidig zu machen, und genoß im voraus das unvergleichliche Vergnügen, zu töten. Mehrere Minuten vergingen, ohne daß der Wächter sich bewegte. Einen Augenblick lang war noch alles sichtbar, was an Trümmern des Judentors vorhanden war: die beiden Pfeiler, durch primi- tive Schranken verbunden, ein Stück des Torbogens und ein allein- stehendes Wappen. Pann begann die Dunkelheit die Pfeiler auf- zusaugen, bemächtigte sich des Wappens und drohte, das Gesicht des Postens unkenntlich zu machen.
Aber Fenyes sah immer noch genug. Er bemerkte, wie der Posten sein Gewehr aufnahm, um sein Schlafbedürfnis durch Marschie- ren zu unterdrücken. Zu diesem Zweck bückte sich der Deutsche, streckte die Hand aus, ergriff das Gewehr und ließ es hoch- schnellen.
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