Druckschrift 
Revolte der Heiligen : Roman / Ernst Sommer
Entstehung
Einzelbild herunterladen

nle.

Er ʒielte seine vor- n Studien

lern. Sein ngen gob. eicharlige adel, ver- alle mög- illen. Pr ufen und ören, was eigerle in und rügte plen 6e-

en Auch er geinen len in die r im-

ãlers

hnstre

1 Jeder

ek

jer⸗

n Neben⸗

u fůbren

Sinn-

lose Angst und krankhaft ausbrechende Wut zerrissen jeden Ver- such, die bisherige friedliche Zusammenarbeit fortzusetzen.

Nach Ablauf der zweiten Woche von Brigolas provisorischer Be- triebsleitung waren die Arbeiter in der Werkstatt bereits der Er- schöpfung nahe.

Fiel Brigolas Schatten über ihre Werkbank oder Maschine, so trachteten sie, sich völlig in ihre Arbeit zu versenken. Am liebsten wären sie in das Innere der Drehbank oder der Bohrmaschine gekrochen. Aber so sehr sie sich bemühten, unsichthar oder wenig- stens ihrem Werkzeug ähnlich zu werden, sie waren nicht im- stande, ihrem Schicksal zu entgehen.

Brigola kam langsam näher, besichtigte ihr Werk, musterte ihre Leistung und tadelte kalt und scharf.

Die Sehnsucht nach Schilling wuchs in unvorstellbarem Aus- maß. Hatte es solche gegeben, die ihn heimlich verwünscht hatten, so vergaben ihm auch diese seine Fehler unter tiefer Reue.

Der abwesende Betriehsleiter wurde fehlerlos, wenn nicht voll- kommen befunden. Soweit ein Feind gut sein kann, war Schilling ein solcher guter und erträglicher Feind. Soweit der Aufseher eines Gefängnisses sich die Zuneigung Seiner Gefangenen verdie-

nen kann, soweit gehörte Schilling die Sympathie der Beleg-

schaft.

Was für ein Glück war es doch gewesen, von einem Menschen regiert zu werden, der keine Leidenschaften besaß. Immer hatte man gewußt, was man von ihm zu halten hatte. Immer war er der gleiche gewesen, scharf. aber nicht kanti tragbare Last.

Man betete, daß Gott Schilling der Belegschaft erhalten möge.

g, eine schwere, aber

2.

Gott aber war taub gegen die Bitten der Belegschaft. lings Abwesenheit verbreitete sich

das Gerücht in L., daß er nicht mehr wiederkehren würde. Tat-

Am zwanzigsten Tag von Schil

103