Als er aber das Zeichen gab, gingen alle mit nur halber Kraft an ihr Tagewerk. Die andere Hälfte war ihnen abhanden gekom- men. Brigola hatte diese Hälfte mit Beschlag belegt. Zehn Minu- ten hatten genügt, ihre Gliedmassen zu lähmen und ihre Augen zu blenden.
Man tröstete sich mit der Zuversicht, daß Brigola bald nichts als eine schmerzende Erinnerung sein würde. Aber dieser Trost hielt nicht vor. Vorläufig benötigte man doppelte Kraft, um unter seinen Augen überhaupt tätig zu sein. Aber wenn man auch alle verfügbare Selbstbeherrschung aufprachte, so war die frühere Lei- stung dennoch unerreichhar. Memand vermochte sich zu Anfang diese Erscheinung zu erklären.
Brigola hatte in jungen Jahren ein überschuldetes Gut nahe der Stadt Karlsbad im Sudetenland geerbt. Das folgende Jahrzehnt war durch unablässige Kämpfe mit Gläubigern gekennzeichnet. Der unglückliche Gutsbesitzer verlor seine Prozesse. Er versuchte, die Zwangsvollstreckung der gegen ihn ergangenen Urteile zu durchkreuzen. Dennoch erschien regelmäßig der Exekutor im Haus. Bald wurden Brigolas Familienbilder versteigert; seine Waf- kensammlung und schließlich das Landgut kamen unter den Hlammer.
Brigola gab den Kampf nicht auf. Er nahm zu Winkeladvokaten seine Zuklucht. Allmählich wurde er Gegenstand des Spottes und des Mitleids. Man sah lächelnd zu, wie er mit unvorstellbarer Geduld immer wieder seine zerstoßene Aktentasche öffnete, zer- lesene Papiere ausbreitete und die seltsamsten Bezichtigungen er- hob.
Dieser sein Gegner hatte ihm Darlehnszusagen gemacht und ihn im kritischen Augenblick im Stich gelassen. Jener hatte seine Ehre verletzt, indem er Verleumdungen über ihn ausgestreut hatte.
Eines Tages hatte die Sudetendeutsche Partei sich des Falles pe mächtigt. Brigola klagte nicht mehr wahllos seine Gegner an. Sein Feldzug galt nur noch jüdischen Aßwälten und Richtern.
Er war keine Figur des Lustspiels mehr, sondern der Held einer Legende. Er war beredter Ankläger und lebendiger Zeuge. Sein
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