Die Sonne vergoldete sogar zerrissene Dächer. Das vor Bau- trümmern wild wachsende Gebüsch hatte sich unvermutet in Lau- pen verwandelt und deckte den Verfall mit lebhaften Farben zu. Die Nächte waren taghell. Man sah eine neue, zarte, silberne Welt, in der selbst Ruinen wie Kostbarkeiten glänzten.
Die im Freien arbeiteten, hatten eine Anzahl guter Tage. Ohne daß die Arbeitsvorschrift für Straßen- und Waldarbeiter erleich- tert worden war, reichte die allgemeine Sümmung hin, auch ihr Leben erträglicher zu machen.
Das Klima schien sich verändert zu haben. Des Morgens wehte ein milderer Wind, die Sonne brannte am Mittag nicht so scharf. Die Bäume hatten weniger harte und widerspenstige Stämme.
Oder hatten Fritzens Hände sich verändert? Sollte ihm, dem Fünfundvierzigjährigen, neue Kraft zugewachsen sein? Waren die Kxte schärfer und die Sägen aus besserem Material?
Man merkte, daß es Frühling war. Die Sonnenstrahlen fielen schräg durch die Bäume. Man betrachtete die Bäume nicht wie Arbeitsmaterial, sondern wie Erscheinungen eines längst vergange- nen Lebens, in dem sie Schmuck darstellten, sonntägliche Umrah- mung und Erfrischung. Man riß einen Streifen Moos von der Rinde oder legte den Finger an das quellende, geheimnisvoll pul- sierende Harz .
Pva stammte aus Bratislava , der bunten und vielsprachigen Haupt- stadt der Slowakei . Mit achtzehn Jahren war sie einem Arbeits- lager zugeteilt, mit neunzehn Arbeiterin der Reparaturwerkstalt in R. geworden. Ihr Gesicht und ihre Haltung erinnerten in ihrer leuchtenden Männlichkeit an einen Cherub.
Als Raymund sie erblickte, wurde er wieder von dem unwider- stchlichen Verlangen, zu zeichnen, ergriffen. Evas Schlafstelle war luftig, hell, von Stürmen umbraust, von Regengüssen benetzt, aber voll reichlicher und strahlender Abendsonne.
gründlich studiert hatte, zeichnete er sie als Erzengel. Sie stand auf geschienten Beinen. Ihre beiden nack- ten Arme schwangen ein Schwert. Die Brust war von einem Pan- zer bedeckt, von dem Glanz ausging.
Nachdem Raymund Eva
Als der Maler auf sie zutrat und ihr sein Werk vor Augen hielt,
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