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Revolte der Heiligen : Roman / Ernst Sommer
Entstehung
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Nach den ersten drei Minuten äußerte Schilling in harten Worten Seine Unzufriedenheit. Er überschüttete Kamilla mit rohen Be- schimpfungen.

Man hat dich, sagte er Schneidend,viel zu rücksichtsvoll be- handelt. Jetzt weiß ich, welche Behandlung deinesgleichen ver- dient.

Und während Kamilla sich zwang, nichts zu hören, damit sie von Schillings Stimme nicht behindert würde, tönte diese Stimme weiter an ihr Ohr.

Rascherl befahl Schilling.Willst du nicht länger leben? Kamilla nahm sich zusammen. Ihr Haar hing ihr wirr ins Gesicht. Sie streifte es mit verzweifelter Gebärde zurück. Trotz ihrer Er- regung, die an Todesangst grenzte, verlor sie nicht ihre Selbst- beherrschung. Sie arbeitete unter Anspannung aller Kräfte. Die Nähe Schillings beeinflußte sie. Aber ihre Ubung war zu groß, um sie im Stich zu lassen.

Schilling näberte sich ihr und legte ihr schwer seine Faust auf die

Schulter.

Das ist nichts! Treibst du es so weiter, muß ich dich ent- lassen1

Kamilla hörte die Stimme mit pebenden Lippen. Das Blut schlug dumpf gegen ihre Adern. In allen ihren Gliedern trommelte der Puls. Das Werkzeug vibrierte in ihren Händen. Die Finger brann- ten.

Hinter ihr Kamilla merkte es deutlich tickte die Stoppuhr. War es die letzte Minute, die sie leben durfted

Kamilla hatte noch Menschen, an denen sie bing. Ihr Gatte war nach England gelangt und lebte dort wahrscheinlich in Frieden und ungequält. Die einzige Tochter hatte den abenteuerlichen Weg nach Palästina zurückgelegt. Dort arbeitete sie auf einer Farm und liehte das Land. Kamilla hatte sich vorgenommen, beide wiederzusehen, ehe sie starb.

Aber dieser Mensch schien sie daran hindern zu wollen. Warum jagte er sie, statt ihr Zeit zu lassenl Warum warf er ihr die Angst wie Fesseln über Arme und Beinel Warum setzte er ihrem Ar-

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