kommen würde, wenn die Zeit für Befreiung reif war. Jeder Ruf war willkommen, auch wenn er nur das Nebengeräusch eines Rufs war, das kleinste Echo, der Widerhall eines Wider- halls.
Jonas, der als einer der ersten Jans Geschenk empfangen hatte, brachte das Blatt unruhig in den Keller des Turms, wo er noch immer mit Wolf zusammenlebte.
Wolf führte eine isolierte und stille Existenz, selten von Jonas ins Gespräch gezogen, noch seltener ein Gespräch beginnend. Dies- mal wurde er von Jonas gerufen.
In seiner Gegenwart entfaltete der Judenrat den Zettel. Seine Hãnde zitterten. Lange hielt er das Blatt vor sich hin. Es lag flach und glänzend auf der grauen, einem Lehmklumpen glei- chenden Hand. Man konnte es für einen vorzeitlichen Zauber ansehen, die Niederschrift einer Geisterbeschwörung, einen Fe- tisch, der beschwichtigt und mit Opfer versöhnt werden wollte, um nicht gefährlich zu werden.
Durch welche Opfer aber konnte dieser Fetisch versöhnt und be- schwichtigt werden? Gab es viele Opfer, die ihm wohlgefällig waren, oder nur einesd
Auch Wolf wußte nichts zu sagen. Aber für ihn hatte der Zettel eine besondere Bedeutung. Wenn auch die Bewohner der Juden- stadt noch viel von ihm trennte, die Flugzettel waren die erste Ge-
meinsamkeit. Zwar las jeder zwischen den Zeilen, was er am
liebsten hörte. Aber es war Sache der Wahrheit, sich durchzu- setzen. Ihre Stimme mußte sich Gehör verschaffen. Sie mußte laut werden, über alle Nebengeräusche hinaus.
Als Michael des Blattes ansichtig wurde, packte ihn Zorn, ver- mischt mit Befürchtungen. Wer war so gewissenlos, Juden in noch größere Gefahr zu bPringen, als täglich ohnedies um sie war. Un- ausgesprochener Groll gegen Jan überkam ihn. Wenn auch an seiner Aufrichtigkeit nicht gezweifelt werden konnte, so war sein Vorgehen doch zumindest unüberlegt.
Fritz war der gleichen Meinung. Er war nicht einmal zum Lesen des Blattes zu bewegen. Wie geduldig war Papier ! Und wie leicht
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