Als Raymund nicht mehr malen durfte, hatte er das Handwerk des Automechanikers erlernt. Anfangs hatte er noch in seinen freien Stunden heimlich zu zeichnen versucht, auf kostharen, sorg- sam behüteten Blättern. Aber je weiter er nach Osten verschlagen wurde, desto spärlicher überkam ihn die Lust, nach seinem Skiz- zenbuch zu greifen. In den letzten Monaten hatte er keinen Strich mehr getan. Ja, er zweifelte überhaupt Adaran, daß er noch richtig schen konnte.
Aus den nachfolgenden Männern stachen, keineswegs durch ihre Größe, zwei heraus, von völlig verschiedenem Aussehen. Fenyes war ein Karpathorusse, einer jener ukrainisch sprechenden Be- wohner der unter tschechoslowakischer Verwaltung gestandenen karpathischen Waldgebirge.
Manche in versteckten Tälern wohnenden Juden Karpathoruß- lands waren naturnah, nicht nur dank ihrer Berufe als Hirten, Schmiede, Köhler, Bauern, sondern körperlich und in jeder Lebensregung. Sie glichen manchmal alten und am Boden krie- chenden Waldbäumen, zuweilen scheuem und behendem Wald- getier.
Fenyes war ein kleiner, kräftiger Mann mit dem Gehaben und dem Körper eines jungen Wolfes. Seine kurzen und sehnigen Gliedmaßen verhießen große Ausdauer. Wie aus seinen Papieren hervorging, war er vor den einrückenden Ungarn geflohen, in die benachbarte Slowakei geraten und von den dortigen Behörden den Deutschen ausgeliefert worden.
Von ganz anderer Beschaffenheit war Donner, ein ehemaliger Baumeister aus Linz . Er war nicht größer als Fenyes, aber von vollkommenem Gliederbau. Sein Gesicht war frauenhaft zart. Sein Mund, selbst wenn er schwieg, zuckte, von hundert Schmerzen und EFinfällen bewegt.
Donner hatte an den blutigen Februarkämpfen des Jahres 1934 teilgenommen und die von ihm befehligte Arbeiterkolonne nach der allgemeinen Miederlage ungefährdet über die Alpen nach Ju- goslawien gebracht. Dort hatte er bald als Baumeister, bald als Maurer gearbeitet. Er hatte in Trau den von gotischen Löwen be- wachten tausendjährigen Dom stützen gebolfen, in Ragusa einige schadhafte Säulen im Hof des Franziskanerklosters ausgebessert
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