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Revolte der Heiligen : Roman / Ernst Sommer
Entstehung
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mühelos das Gleichgewicht. Was aber war hinter dem Wald? Etwas Unbekanntes, Unnatürliches, das dem Walde widerstritt, der Luft, dem Licht, der aufsteigenden Sonne.

Und während sie weitergingen, mit immer schwerer werdenden Füßen, drängte die Angst aus der Tiefe ihrer Körper herauf, verzweigte sich, füllte die Adern. Sie würgte, machte das Atmen schwer, hing sich wie Blei an die Füße.

Da fand die Begegnung statt, zwischen denen, die kamen, und denen, die gingen. Zwanzig Menschen, geführt von einem einhei- mischen Polizisten, kamen vom Bahnhof. Es waren meist junge Leute, zwischen achtzehn und achtundzwanzig Jahren, größten- teils Männer. Der Transportführer, ein braunhaariger Riese, hatte ein hageres, tiefgebräuntes Gesicht.

Die aus Böhmen und Mähren kamen, hatten erst Monate in There- sienstadt gelebt. Leute aus Osterreich waren in Krakau aufge- sammelt worden. Erst die letzten zweihundert Kilometer hatten sie die Reise zusammen gemacht. Aber sie hatten rasch einander ver-

stehen gelernt. Alle unterordneten sich willig dem Transport- führer.

Jan war der Sohn eines Winzers, dessen bescheidene W eingärten

im südlichen Mähren , an der Grenze Oberösterreichs , lagen. Er hatte das Gesicht eines jungen Apostels. Sein Vater hatte ihn ischechisch erzogen. Die Bauern in Laa, jenseits der Grenze, hat- ten ihn Deutsch gelehrt. Er redete beide Sprachen geläufig, als ob sie beide seine Muttersprache wären.

Jans Vater, wiewohl von einer Dynastie von Rabbis stammend, hatte zur Religion des Gesetzes kein Verhältnis gehabt. Seine Göt- ter, nicht anders als die Götter seiner heidnischen Vorfahren, waren Sonne, Erde, Regen und Wind gewesen. Er hatte nicht weniger stark an seinem Weinberg gehangen als Naboth, der

biblische Winzer. Die Porfpewohner hatten ihn als den Ihrigen betrachtet.

Machdem sein Vater verschleppt, der Weinberg beschlagnahmt

und Jan selber in ein Arbeitslager eingereiht worden war, hatte Jan zwar oftmals verzweifelte Pläne entworfen. Aber er hatte die Ausfũhrung dieser Pläne auf einen geeigneten Zeitpunkt vertagt.

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