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VIERTES KAPITEL⸗
Jonas war auf᷑ das Judenkommissariat in der Kreisstadt befohlen. Langsam ging er über den von freundlichen Giebelhäusern um- gebenen Marktplatz. Hinter schattigen Lauben saßen verschlafene Ladenbesitzer. Die Wärme des Mittags lastete über dem Städt- chen.
In der Mitte des Platzes stand ein mittelalterlicher Brunnen, rund, mit den Medaillons des Stifters und seiner Familie verziert. Men- schenfreundlich plickte der Ritter den Beschauer an. Aus wasser- speienden Fischköpfen strömten dünne Strahlen. Zwischen Del- phinen und Meeresungeheuern aber Stand licht und hoch die Bild- säule eines heiligen Stanislaus.
Gedankenlos hielt Jonas die Hand in das lauwarme Wasser. Er war müde. Ein angstvolles Vorgefühl machte seine Fingerspitzen fühllos und seine Glieder schwer.
Der Zeiger der Uhr über dem Rathaus zeigte fünf Mnuten vor drei. Jonas z0g seine Hand aus dem Becken, schüttelte die Nãsse ab und ging mit kleinen, trippelnden Schritten auf das Rat- haus zu, in dem das Judenkommissariat sich befand. Zierliche ionische Säulen stützten das Tor. Seitlich war eine Sonnenuhr angebracht, von einem verschnörkelten Steinband mit verwitter- ter Inschrift umgeben. Ihr Zeiger warf einen dünnen und schar- fen Schatten. Den Torbogen tragen, von wildem Wein umblüht, die aufgereckten Arme zweier lächelnder Göttinnen.
Jonas fühlte, wie seine Knie pei der Annäherung jede Festigkeit
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