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Himmelfahrts-Kommando : Roman / F. C. Weiskopf
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heißen, daß uns nachher einfach alles vergeben und verges- sen wird. Ich habe schon erklärt: ich gehöre vor ein Ge- richt, und ich bitte Sie, Schwester Marussja, die Behörden davon zu verstãndigen. Ich will mich nicht der Strafe ent- zichen. Doch darũber hinaus mõchte ich gutzumachen ver- suchen schon damit mein Leben noch einen Sinn he- kommt. Auch wenn... auch wenn ich das Augenlicht nicht wiedererlangen sollte. Ich mõchte denen vom Flugsand zeigen, wie sie nicht sein sollen. Ich mõchte mithelfen dũr- fen beim großen Augenöffnen, das jetzt beginnt.

Ja, es beginnt unter den Schlägen der Niederlage, Schwe- ster Marussja, es beginnt das Augenõffnen und das Roden und das Jãten. Und so ist noch Hoffnung da für uns Peut- sche, neue Hoffnung, zumal es drüben auch die andern gibt: die unverrohten Herzens geblieben sind wie Reichardt und meine Mutter, und dann die Barbaras, die Maurers, die Standhaften, die Träger der Flamme.

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