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Himmelfahrts-Kommando : Roman / F. C. Weiskopf
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(Na, was gibt's, Klobo dy

Er wandte den Kopf lauschend zur Türe hin, machte eine einleitende Gebärde, blieb aber stumm.

Ich richtete mich auf. Ja, was ist denn l0s mit dir, Klobo dv

Klobocznik schwieg unzufrieden, kaute an seinem fran- sigen Bart.«Es ist nur sov, begann er schließlich in hasti- gem Flüsterton, als wolle er mir etwas Besonderes anver- trauen, adieses Herumfaulenzen taugt mir nicht mehr. Man kommt dabei nur auf dumme Gedanken. vEr zog die Stirne kraus, hich mit der flachen Hand durch die Luft.«Zum Beispiel dieser Dietz*, fuhr er fort, awas hat der Kerl ei- gentlich in unserem Krankenhaus zu suchen? Er soll heute schon wieder hier gewesen sein.»

(Na, undd»

Sack Zement, merkst du denn gar nichts? Er kommt her, aber zu schen kriegen wir ihn nicht mehr. Um unser Zimmer macht er einen Bogen. v

Was ist dabei? Ich denke, du stehst gar nicht um ihnlv

Gestohlen kann er mir werden 1 Klobocznik rãusperte sich bõse und begann zu schimpfen: ast das jetzt ein Le⸗ ben! Zum Aufhängen, sag ich dir!

(Na, was ist denn nun wieder dv

Er beugte sich zu mir herunter. Ich konnte schen, wie es in seinen dickgeschwollenen Schläfenadern arbeitete. Weißt du, Holler, ich denke mir manchmal, wenn ich so höre, wie wir jetzt Häuserblocks erobern, Hãuserblocks, wo wir's doch frũher nicht unter ganzen Ländern gemacht haben. Nee, nee, also mir scheint, wir werden uns zum Schluß bloß unter die Erde gesiegt haben. Und das bißchen Hinterlandsleben, das man vielleicht noch vor sich hat, wird einem auch vergãllt von solchen Schnüfflern. Dabei sollten sie lieber zuschaun, daß sie endlich diese Heydrich- Attentãter fassen; das ist ja nachgerade ein blutiger Witz. Na, ich kann dit nur verraten...v

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