Was? Wie d Versteh ich nicht. Da mußt du dich schon klarer ausdrũcken.v
Klobocznik zog ein schmutziges Taschentuch hervor, zwirbelte einen Zipfel zusammen und fuhr damit erst in das eine, hierauf in das andere Ohr. Dann, scheinbar ganz in die Betrachtung des Taschentuchzipfels versunken, sagte er: (Na, ich meine nur, es soll schon vorgekommen sein, daß einer aus dem Krieg heimkehrte und konnte seine Alte nicht wieder erkennen, sodũrr und schãbig war sie unterdessen ge- worden, das heißt, wenn sie ũberhaupt noch Jeine Alte war.v
Es dauerte einen Augenblick, bis Sadowski den vollen Sinn von Kloboczniks Worten erfaßt hatte. Er machte eine zornig abwehrende Geste. Nee, Klobo, nee. So was tut mir die Laura nicht an. Die weiß viel zu gut, was sie an mir hat.v
Klobocznik plieb skeptisch. Weiber sind wie Geld, mein Junge. Man weiß nie, wie lange sie vorhalten. Und gerade, wenn man es am wenigsten erwartet, sind sie plõtzlich futsch.»
Nicht meine Laurav, ereiferte sich Sadowski. Er begann, wütend den Ring mit Sandpapier zu bearbeiten. Sein Ge- sicht verdunkelte sich so, daß die einzelnen Leberflecken verschwanden.«Das kommt bei Laura nicht in Frage. So 'ne Gemeinheit lv
(Na, na, na, deswegen mußt du dich nicht gleich derar- tig aufregenv, beschwichtigte ihn Klobocznik, dich hab's ja auch gewissermaßen nicht persõnlich gemeint. Ich denke mir bloß, deine Laura ist schließlich auch nur ein Mensch, und jeden Menschen juckt mal seine Natur. v
(Juckt mal seine Natur. Wie du das wieder sagst! S0 was kannst du von dieser Gerda behaupten, aber nicht von meiner.»
¶Also, dann ist deine Laura eben ein Engelꝰ, fiel ihm Klo- bocznik in die Rede.
cIst sie auchv, beharrte Sadowski starrkòpfig, cist sie auch.v
357


