Bin schon dav, gab ich zurück und ließ mir von ihm eingießen.
Wir tranken schweigend.
Der Tee schmeckte süß.
Wo hast du den Zucker aufgetriehen dv fragte ich, nur um das Schweigen zu unterbrechen.
st noch von Düsseldorfv, gab Maurer zurũck, adas ein- zig Brauchhare, was vom Haushalt meiner Schwester üb- riggebliehen ist. v Er verstummte. Die Ellenbogen aufge- stützt, das Kinn in die Hände geschmiegt, die Augen wie zielend auf mich gerichtet, saß er mir gegenüber.
So sehr ich mich anstrengte, ich fand nichts mehr, wor- ũber ich hãtte vprechen kõnnen. Das Schweigen wuchs wie eine Wetterwolke. Ich begann, mich nicht geheuer zu füh- len. Spürte Maurer meine Unruhe? Woran dachte er?
Die Vermutung, daß er erlauscht haben konnte, was Chabrun und ich über ihn am Kartoffelfeuer gesprochen hatten, plitzte plõtzlich in mir auf. Ich versuchte, einen An- haltspunkt dafür zu finden; ich forschte in seiner Miene. Doch er neigte sich, zufällig oder mit Absicht, gerade in diesem Augenblick über das Kochgeschirr.
Noch für jeden ein Becher drin bemerkte er, den Kopf hebend. In den schmal zusammengekniffenen Augen saß jetzt wieder jenes besondere wissende Lächeln, das anzu- deuten schien, daß er sich im Besitze einer mir nicht zu- gänglichen Wahrheit befand,— ein Lächeln, das mich võl⸗ lig unsicher machte.
Ob ich ihn vor Dietz warnen sollte? Aber wenn er unser Gespräch belauscht hatte, wußte er ohnehin Bescheid. Doch ob er es wußte oder nicht, blieb schließlich unwich- tig. Er sollte schen, daß ich nicht so war, wie er vielleicht meinte, daß ich nicht aufgehört hatte, ein anständiger Mensch zu sein. Ja, ich wollte offen mit ihm sprechen, ich
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