Gewerkschaften...»
Das Gespräch sank zu fast unhörbarem Geflüster nie- der, aus dem sich mit einemmal die Stimme des Zugfüh- rers laut und schneidend erhob: Ach, Schiet, den Krieg anfangen, das haben vie können, aber Schluß machen kann nur das Volk. Das mũßt ihr Soldaten endlich pegreifen, ihr gchört doch zu uns, möchte man meinen. v
Maurer entgegnete ebenso laut: ¶Mir brauchst du so was nicht zu Sagen. Es ist nur so, in Uniform werden diese Kerle einfach zu was anderem. Wie wenn du ihnen Korsettstan- gen einziehst. v
Und wieder der Ate:«Na, wenn sie nicht bald zusehen, daß sie die Korsettstangen loswerden... v Er brach ab und kam auf die Tür zu.
Ich õffnete rasch und trat ein.
Der Zugführer trat von einem Fuß auf den andern. Sein mißtrauischer Blick tastete zuerst mich ab, suchte dann Verstãndigung mit Maurer.
Der ließ sich durch mein Erscheinen nicht aus der Ruhe bringen. Gelassen hob er sein Kochgeschirt von einem Spirituskocher.«Ah, Holler, du kommmnst gerade recht! Kannst gleich mit uns trinken.v Er wischte seinen Feld- becher aus, fragte den Alten:«Wo ist nur Ihre Tasse hin?v
Danke. Ich mag jetzt nichtv, erwiderte der Zugführer. Er schaute auf seine Uhr.«Es ist Zeit, daß ich wieder zur Maschine gehe. vEr winkte Maurer zu und verließ den Wag- gon; im Vorbeigehen streifte mich nochmals ein Blick un- verhehlten Argwohns.
Ich Sah ihm nach. Hinter mir hõrte ich Maurer mit schlür- fenden Schlucken trinken.
(Na, Holler, was ist?v rief er und schenkte sich frisch ein. Wenn du dich nicht dranhältst, sauf ich den ganzen Topf noch allein aus.v
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nee nee... Organisation, Mensch, die Arbeiter... die


