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Himmelfahrts-Kommando : Roman / F. C. Weiskopf
Entstehung
Seite
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Zufall, daß wit heute im Quartiet sind. Du hast wirklich Glück gehabt. v

(Das sowieso.v

In dieser Weise plãtscherte das Gesprãch noch eine Weile weiter. Ich hörte nur mit halbem Ohr zu, warf von Zeit zu Zeit ein Ahav oder aSosov ein, wãhrend ich mir den Kopf darũber zerbrach, was sie denn eigentlich von mir wollte.

Plötzlich meldete sich die Telephonistin von der Zen- trale in R... wieder: Die drei Minuten sind abgelaufen. Ein privates Ferngespräch von längerer Pauer ist unzu- lãssig. v

(Um Gottes willen, Fräulein lv hörte ich Effi ausrufen. Es klang hastig, beinahe verzweifelt. Bitte geben Sie noch eine Minute zu. Eine Minute! Es handelt sich um eine ganz wichtige Angelegenheit.»

Die Telephonistin entgegnete: Tut mir leid. Wir haben strenge Anweisung. Im Interesse der Wehrwirtschaft. v

Aber wenn ich Ihnen sage, Fräulein... Es handelt sich um eine Todesnachricht... Ach, Hans, bist du noch dort? Es ist schrecklich. Ein Telegramm. Wegen Kurt. Wir ha- pen deiner Mutter nichts davon gesagt, also erwãhne auch du vorlãufig nichts in den Briefen.v

Ich begriff nicht. Was? Kurt auch? Gefallen?v

Ja. Wir wissen noch nichts Nãheres. Nur daß es bei ei- nem Verhör von russischen Gefangenen geschehen ist. v

Die Telephonistin mahnte: ach kann das nicht länger hingehen lassen. Bitte machen Sie Schluß. Es ist ganz strenge Weisung.v

¶Jaja, gut, Frãulein. Es war Schr lich von Ihnen. Dankev, gab Effi zurück. Nur noch ein Wort... Hans, hörst du mich? Resi, Vater und überhaupt wir alle meinen, es wãre gut, wenn du auf einen Tag nach Hause kãmest. Geht das ꝰv

Ausgeschlossen. Jetzt, wo ich epen dort warꝰv

Kannst du's nicht doch versuchen, Hans? Es wãre gut.v

Leider... Ich glaube kaum.v

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