bleibt es ja doch nur Hohn. Also zwing ich sie Hieber gar nicht zu s0 Wwas.*
¶Quatsch mit Soße lv krähte Dietz. Seine Nüstern bläh- ten sich. ¶Natur und Leben respektieren nur den Stãrkeren, und der muß ohne Gnade sein., Herren kennen keine Lieher, hat Schon Nietzsche gesagt. Und Nachsicht mit Geschmeiß ist glattes Verbrechen. Du mußt die Katze mit der Schnauze in die Scheiße stecken, wenn du sie zimmerrein haben willst. Genau so müssen wir's mit diesen Tschechen ma- chen. Immer mit der Schnauze in den Dreck. Immer mit der Schnauze in den Dreck. Wie bei den Katzen 1 Er bewegte seine weißen, schwammigen Hãnde auf und nieder, als dres- siere er ein Tier in der von ihm empfohlenen Weise. Seine runden Augen glãnzten wie im Rausch.
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Ich gehörte nicht zu den dreien, die von Unteroffizier Klahde auf jenen Patrouillengang mitgenommen wurden, in dessen Verlauf es zur Erschießung der tschechischen Bergarbeiterfrau und ihres halbwüchsigen Enkels kam. Ich weiß nicht, ob dabei ein unglũcklicher Zufall mit im Spiele war; oder ob Klahde aus Nervosität und Uberstrammheit den Befehl zum Feuern erteilte; oder ob Dietz losknallte, weil ihn schon den ganzen Tag lang der Finger am Ab- zug juckte?; oder ob Seelke und Klobocznik wild wurden, als der Bursche ihnen den Zutritt zum Kaninchenstall mit Steinwürfen verwehren wollte. Ich weiß nicht, wie sich das alles zutrug. Ich war nicht dabei. Als Dietz, Klobocznik und Seelke damals nach der Schießerei ins Quartier zurũck- kehrten und von dem Vorfall erzählten, schlief ich schon halb. Nachher vermied ich es, sie darüber auszufragen. Und wenn sie in der Folge selber davon zu sprechen an- fingen— zuerst prahlerisch, später kleinlaut und in wach- sender Furcht—, hörte ich weg.
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