der offenen Waggontür. Sie winkte nicht, sie nickte nur ein wenig. Schlank und hoch stand sie da, und ihr bräunliches Gesicht hatte die Gesundheit jungen Lebens. Ein Regencape aus dunkelblauem, glattem Stoff fiel ihr gerade und lang von den Schultern, dazu trug sie eine stahlblaue Seidenkappe, die ihr reizend stand.
Er hob sie herunter, ergriff ihr Köfferchen, sie nahm seinen Arm. Sie verließen den Bahnhof und, beinahe ohne zu reden, gingen sie auf der rechten Seite die breite, gerade, leere Victoria- Street hinunter. Das Trottoir glänzte vor Nässe. Der Asphalt roch fast waldfrisch.
دو
, Wo gehen wir eigentlich hin," fragte sie und lachte ein leises, klingendes Lachen. Aber sie gingen weiter. Er faßte im Gehen nach ihrer Hand. Es war ihm taumelig vor Glück.
Victoria- Street war von einer nicht überbietbaren Ödigkeit. Sogar die Schaufenster waren verhängt oder ausgeräumt. An dem großen Kaufhaus, das ,, Army and Navy Stores" heißt, war nur ein einziges unverhüllt. Davor blieben sie stehen.
Es war ein koloniales Fenster. Sein Mittelstück bildete die Figur einer Dame in gestärkter Hemdbluse, scharf gefälteltem weißem Rock, hohen Stiefeln, und den Tropenhelm kokett auf dem Holzkopf. Sie sahen hin und sie lachten. Auf einmal wurden sie ernst.
Sie blickten einander an, mit großen, weitoffenen 362


