Aber sie lächelte. Sie betrachtete zärtlich die Münze. Ihr Lächeln schimmerte über das dunkle Gesicht, wie der Mond aufgeht über einer dämmerigen Landschaft. Und er wußte, daß es seine schwere, wundervolle Aufgabe sei, dies Licht immer wieder heraufzuführen über ihr Antlitz.
,, Mein Gott," sagte er ,,, sind Sie schön, wenn Sie lächeln! Ich glaube, Sie tun es nicht oft. Von Ihren Augen hat man mir ja erzählt und von ihrer Stimme, aber davon nicht."
,, Man hat Ihnen erzählt. Wer?" fragte sie mißtrauisch. Das Lächeln war fort.
,, Der Chauffeur Martis."
Sie zuckte zusammen, schloß die Augen, und ihr ganzer Körper steifte sich wie gegen eine herandrohende Gefahr.
Er nahm einfach ihre Hand. Er sagte: ,, Ruth- nicht! Haben Sie keine Angst. Ich spreche jetzt nur von Martis, nur von ihm. Das ist ein herrlicher Mann. Ich bin zu ihm gekommen, er hat mich garnicht gekannt. Aber er hat mich an seinem Tische sitzen lassen, er hat mir ein Bett gegeben, und er hat mir geholfen. Ohne zu fragen hat er geholfen, mit eigner großer Gefahr. Es ist solch ein Trost, daß es Männer gibt wie den Martis, sogar dort. Eines Tages müssen wir ihn wiedersehen, finden Sie nicht?"
دو
Wir?" sagte sie ,,, ein sonderbares Wort- wir. Sie binden uns da zusammen mit Ihrem Wir!"
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So war das Gespräch weiter gegangen, ein fast un
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