Er schien erleichtert, geradezu vergnügt. Er sah aus, als hätte er Lust, sich die Hände zu reiben, vermeide diese Geste aber aus Gründen der Konvenienz.
دو
Trinken Sie ein Glas Sherry , Prinz?"
Ludwig fand, daß er sich etwas zu offenkundig darüber freute, eine lästige Angelegenheit loszuwerden. Der Einfall, eine Erfrischung anzubieten, um gewissermaßen die Entbürdung mit dem Betroffenen selbst zu feiern, bekundete zweifelhaften Geschmack. Er füllte zwei Gläser.
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,, Natürlich wäre es gut, wir hätten die Sache Schwarz auf Weiß. Diese Ausbürgerungen werden in einer Zeitung veröffentlicht, sie heißt, glaube ich, Reichsanzeiger," er zerbrach sich die Zunge an dem Wort ,, aber unerläßlich ist es gerade nicht." ,, Unerläßlich wofür?" fragte Ludwig ziemlich ratlos. Der Andere lächelte. ,, Man setzt immer voraus, jedermann wisse, was einem selber geläufig ist. An und für sich, nicht wahr, müßten wir Ihren Freund ausweisen. Aber wenn er kein Deutscher mehr ist, sondern staatenlos, dann können wir ihn nicht ausweisen. Wohin auch, nicht wahr! Dann müssen wir ihn behalten. Das ist Gesetz und außerdem sogar logisch. Ich freue mich sehr für Sie."
Ludwig wallte das Herz auf. Dies alles schien ihm höchst englisch, wundervoll englisch, doch am englischsten dieser Satz vom Gesetz und der Logik.
دو
Wovon wollen Sie existieren? Was haben Sie sich gedacht?"
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