ten, Enthaupteten, geisterten um seinen Sarg und zergingen. Die englischen Männer und Frauen, die vorbeizogen, weinten. Was war das?
Sie verspürten keine Neigung zum Schlaf, als sie heimgekehrt waren in ihr Boardinghouse- Zimmer. Steigers Augen glänzten, er fühlte sich angerührt und bestätigt in der Tiefe seines mystischen Vertrauens. Ludwig war in anderer Art bewegt, doch nicht weniger. Er verspürte ein Bedürfnis nach Klärung. Im Überlegen und Reden marschierte er auf und ab in der Stube, zwischen dem Schiebefenster, vor dem ein unwahrscheinlich schmutziges und auch zerrissenes Stück Häkelei hing, und der Tür, die unvollkommen schloß und jedesmal klapperte, wenn er ihr nahe kam.
Verehrung und Liebe... Ein erstaunliches Schauspiel sei das freilich heute gewesen. Und etwas Besseres, Realeres, als verschwommene Hingabe habe sich da manifestiert. Keine Mystik. Mit Mystik habe die englische Krone gar nichts zu schaffen. Ihr Ansehen sei einfach das der einzelnen Menschen, die sie trügen. Hierzulande habe man einmal einem König das Haupt abgeschlagen, und der eine Schwerthieb habe genügt, um die Dinge auf immer ins Gleiche zu rücken. Dies Königtum hier habe eigentlich keine Funktion mehr, mindestens sei sie ganz unbestimmt, in greifbaren Rechten kaum auszudrücken. Kraft besitze es dennoch, eine erhaltende Kraft- eine ärztliche beinahe.
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