tastete nach seiner Schulter.„, Sei mal vernünftig, Martis, das muß eben durchgemacht werden. Wollen froh sein, daß die Kleine nicht hier ist!"
Aber Martis war nicht mehr zu halten. ,, Oh Himmelherrgott!" brach er aus- ,, ich muß fluchen, verzeihen Sie, Herr Wetzlar, ich kann mir nicht helfen. Man erstickt ja dran. Oh diese gottverfluchte, stinkende Saubande- ist's denn die Möglichkeit, daß sich so was ein Volk gefallen läßt! Ja, was ist denn mit diesem Deutschland ? Ist denn das hier ein Hyänenstall! Hier leben doch Menschen. Hier gibts doch Männer mit Anstand und Mut. Ich war schließlich im Feld. Unsere Offiziere, das waren doch Männer. Schufte gab's auch darunter, aber die hat man gekannt und hat sie verachtet. Ich spreche ja gar nicht vom Volk, ich bin kein Kommunist. Ich spreche von den Herren! Die Herren, die stolzen Herren, die lassen sich das gefallen. Die erkennen das da als ihre Obrigkeit an. Das da! Das da! Da steht doch jedem die stinkende Lüge in der Fresse geschrieben. Von denen ist ja keiner normal. Das hat ja Jauche im Hirn. Und das macht Gesetze! Das verfolgt und bedreckt einen Mann wie Sie einen Herrn, der nichts ist als Gutheit und Klugheit. Und das soll Unsereins aushalten! Da soll Unsereins nicht auf die Straße rennen und den Nächsten erschlagen, der daherkommt in seinem scheißbraunen Hemd... Können Sie denn nicht fort, Herr Wetzlar, fort, weg, weit weg aus der Mistgrube, zu der die Deutschland gemacht haben! Unser Fräu
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