zu suchen, ihr zu danken. Aber sie hätte ihn ja unmöglich verstehen können.
Er schlug in der nächsten Telephonzelle Wetzlars Adresse nach. Jacques Wetzlar- da stand es. Das Antiquariat am Roßmarkt war angeführt und die Privatwohnung in der Miquelstraße. Anzurufen verbot sich. Es war noch zeitig genug am Tage, um das Geschäft offen zu finden.
Am Roßmarkt, einem wimmelnden Hauptplatz, fand er sogleich die Hausnummer. Mehrmals blickte er zu ihr empor, sich zu vergewissern. Kein Zweifel, hier war es. Hier mußte es gewesen sein. Denn die zwei breiten Schaufenster im Erdgeschoß waren leer. Man blickte in ein ausgeräumtes Magazin, das sich voll öden Dunkels tief in's Haus hinein erstreckte.
Es sah aus, als wäre dieser Laden nicht ganz friedlich geräumt worden. Das eine der Fenster wies ein Loch auf, von dem Sprünge strahlenförmig nach allen Seiten liefen. Hinter die zwei längsten hatte man im Winkel rohe Holzleisten genagelt. Noch ließen sich an der gläsernen Eingangstür Spuren des Namens erkennen, der da in kleinen, schwarzen, erhabenen Buchstaben zu lesen gewesen war. Man hatte ihn abgekratzt, diesen Namen, in Hast offenbar und ohne Rücksicht auf Schönheit. Das q von„ Jacques" war stehen geblieben und von ,, Wetzlar" das W und das z. Es wirkte recht finster, unheilbedeutend.
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Ludwig machte sich auf nach der Miquelstraße.


