Geschnarr und Gewetter, mit dem dort drüben reglementierte Haufen ihre Unsicherheit zu übertäuben versuchten.
Wundervoll erschien ihm die Stadt, er hatte keine schönere gesehen. Doch er konnte nicht bleiben. Zwar gehörte er nirgends hin, seine Flucht hatte kein Reiseziel. Er hätte hier, ebensogut oder ebensoschlecht wie irgendwo sonst, versuchen können, seinen Unterhalt zu erwerben. Aber es war nicht möglich, mit Susanna am gleichen Orte zu leben.
Als sie dort in der Wohnung in den Türrahmen trat, da ging ihm, wie unter einem Blitz in der Nacht, die ganze Wahrheit seines Herzens auf. Er hatte zuvor kein Glück gekannt. Nichts was dem Glück ähnlich sah. Es war alles nichtige Spielerei gewesen, die Zeit auszufüllen, bis er sie wiedersah. Bei ihr ganz allein war es, das Glück seiner Männlichkeit und seiner Jugend- ein streng untersagtes Glück, da es die Frau seines Meisters war, die er liebte. Es war betäubend gewesen, zu sehen, wie sie flammend errötete bei seinem unerwarteten Anblick. Da gab es nichts mehr zu leugnen. Rotteck, so schien es, hatte das nicht bemerkt. Zählte dies alles nicht mehr für ihn in seinem gläsernen Haus? Gleichviel, schon der Gedanke an eine Erfüllung war Frevel.
Er ging in seiner Beherrschung bis zum Zwang. Wenn sie nebeneinander dahinschritten, hielt er sich von ihr entfernt, er mied noch die Berührung mit ihrem Kleid. Aber zwischen ihnen war der Raum er152


