Druckschrift 
Der Reisepaß : Roman / Bruno Frank
Entstehung
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mir Ihre Hoffnungen zugewendet, haben mir in Ihrer Unternehmung die sichtbarste Stelle zugewiesen. Das verdanke ich ganz allein dem Namen, den ich trage, und dem Vertrauen, um das mein einstiger Erzieher für mich geworben hat. Ihm, meine Herren, haben Sie geglaubt. Ich bin ein junger Mensch, ohne Er­fahrung und notwendigerweise ohne Leistung. Aber ich teile mit Ihnen das Gefühl für die Unertragbar­keit des jetzigen Zustands. Mit Ihnen glaube ich, daß die Menschen, die jetzt über unser Land verfügen, es entwürdigen, sein Herz und seinen Geist zerstören und es zur allgemeinen Gefahr machen. Ich bin heute nur eine Figur in Ihren Händen und kann nicht wis­sen, ob ich jemals mehr sein werde. Niemand kennt seine eigenen Kräfte, am wenigsten ein noch unfer­tiger Mensch. Wenn Ihr Plan glückt, und es erweist sich, daß diese Kräfte nicht ausreichen, so werde ich meinen Platz gern einem Fähigeren lassen. Das ist ein Versprechen. Und noch ein zweites Versprechen kann ich geben. Sie alle setzen Ihre Existenz und Ihr Le­ben aufs Spiel. Das will ich auch. Das Blut, das in mir fließt und dem Sie vertrauen, will ich gern hingeben. Es wird kein Opfer sein, wenn es geschehen muß. Denn so wie in diesem Lande das Leben geworden ist, lohnt es nicht mehr. Sie wollen, und auch ich will, daß es wieder lohnt. Wenn es mir gegeben wäre, zu beten, so würde ich für Sie beten, und dafür, daß Ihr Mut und Ihr Glaube gekrönt werden."

Er hatte bei seinem letzten Satz die Stimme nicht

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