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Menschen. Dann ist vielleicht die Stunde GOTTES und des HERRN Christus gekommen. Es gehört zum größten Jammer unserer Heimkehr, meine Freunde, daß wir uns darin getäuscht haben. Unser Volk scheint für Gottes Stunde noch nicht genug heruntergekommen zu sein. Es sind noch viele da, die offenbar erst noch erfahren sollen, wie das ist, wenn man sich ,, an einen Bürger des Landes hängt und der einen auf seinen Acker schickt ,, die Säue zu hüten" ,, Und er begehrte seinen Bauch zu füllen mit Trebern, die die Säue aßen; und niemand gab sie ihm." Nicht einmal den Fraß der Säue bekommen das ist die tiefste Stufe. Ich habe den Eindruck, diese Stufe schickt sich unser Volk im Osten und Westen, im Norden und Süden an zu betreten. Leiblich vielleicht nur vorübergehend. Geistig und religiös sicher längere Zeit. Goethe und Matthias Claudius und Johannes Brahms sind uns ja längst verloren gegangen. Wir werden nach sehr primitiver Kost in deutschen Landen verlangen, besonders auch unsere Jugend. Und niemand gab sie ihm." Das geschieht heute in unserem Volk: das Herunterkommen in der Gottesferne, das Sinken auf die Stufe des Habenichts- Menschen. So sagt der Gekreuzigte.
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Und nun geht in dieser Tiefe ein helles Licht auf, meine Geschwister! Aus SEINEM Munde und Seinem Wort. Denn der HERR Christus spricht nun weiter. Was geschehen muß? fragst du?" Und Seine Antwort latuet:
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,, Da schlug er in sich und sprach: Wie viel Tagelöhner hat mein Vater, die Brot die Fülle haben und ich verderbe im Hunger! Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir, und bin hinfort nicht mehr wert, daß ich dein Sohn heiße; mache mich zu einem deiner Tagelöhner! Und er machte sich auf und kam zu seinem Vater. Da er aber noch ferne von dannen war, sah ihn sein Vater, und es jammerte ihn, lief und fiel um seinen Hals und küẞte ihn. Der Sohn aber sprach zu ihm: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir; ich bin hinfort nicht mehr wert, daß ich dein Sohn heiße. Aber der Vater sprach zu seinen Knechten: Bringet das beste Kleid hervor und tuts ihm an, und gebet ihm einen Fingerreif an seine Hand und Schuhe an seine Füße, und bringet ein gemästet Kalb her und schlachtet's; lasset uns essen und fröhlich sein; denn dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig geworden; er war verloren und ist gefunden worden. Und fingen an fröhlich
zu sein."-
Das ist das helle Licht in der Tiefe unserer Gottesferne und Verkommenheit heute, daß der HERR Christus sagt: Dies alles muß, darf und wird geschehen, heute und morgen, ihr Verkommenen und Habenichtse, ihr Gottfernen, die ihr GOTT und euren Vätern die Treue gebrochen habt ,, ihr werdet hüpfen wie die Mastkälber"
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