was ihr Ausdruck ist. Sie sind aus Phänomene objektiver Wahrnehmung, ein oberflächliches Darüberhinaus verfällt ins Subjektive, das weder angebracht, noch auch zu raten ist, denn in jeder Wortmacherei behält doch zuletzt Kant, darin Meister, das letzte Wort; die ,, Kr. d. r. V." ist so geworden: ein ganzer Kosmos wild wuchernder Wortemacherei. Es kann dagegen in dem Reich moderner Naturwissenschaft, die sich darauf ganz verläßt, nur ohne die Fähigkeit oder auch nur Möglichkeit wahrer philosophischer Erkenntnis, in der Reinheit und Strenge ihrer Methodik, wie sie sie ausgebildet hat und meistert, kann sie ein Vorbild sein. Wie übrigens von Goethe, im Gebiete des Lebendigen sogar zu lernen ist ,,, die Objekte rein anzuschauen".
Nicht auch weiter mehr ist für uns zu fragen was sich herausstellte, ob richtig oder falsch, wahr oder unwahr ist, das Denken hat entschieden, gab uns die Möglichkeit, den Ausschlag zu entscheiden, indem unser Denken in dem Trug an ihm wach geworden- das Fehlen dort entdeckte, waren wir die Meister.
So daß, mit dem Denken, in unbeirrter Sicherheit beider, des Wahr und Falsch, die nun Vorstufen sind, weiterzugehen ist. In den Sätzen ( I und II) ist zu entdecken ein Geschehen, ein Prozeß der Entwicklung sonderbarer Art, also Bewegung, in der Totalität des seelischen Lebens und Erlebens.( Es ist erschütternd zu lesen was kaum jemand erschüttert was ein deutscher Professor von heute einem internationalen Forum in Hinsicht dieser Totalität zu antworten, vorzutragen hatte:
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,, Heute, und wäre es auch nur auf dem Gebiet der Naturwissenschaften, hat die Wissenschaft uns eben diesen zerbrochenen Zustand gezeigt, in welchem die Welt sich uns und unserer Erkenntnis darstellt. Wir verfügen nicht über eine einheitliche und geschlossene Welt. Und genau so ist es unmöglich, das Ideal einer Total- Organisation oder auch nur eines totalen Menschen sich vorzustellen. Jedesmal, wenn wir es versuchen und eine solche Totalität uns vorstellen und mit ihr rechnen wollen, zerstören wir existentielle Möglichkeiten in uns.
Den Besitz des Ganzen gibt es nicht für uns; sondern nur einen Weg, der bis zu einem Horizont hinführt, den unser Blick nicht mehr erreicht... Alle Totalitäten zerbrechen vor uns und werfen uns durch ihr Zerbrechen in die konkrete Situation zurück: ins Jetzt und Hier mit ihren Aufgaben..."
( Aus: Die ,, Umschau, Internationale Revue", Januarheft 1947.)
Von der Friedens- Vorkonferenz der europäischen Intellektuellen, zu deutsch Geistigen 2.- 14. September 1946 in Genf . Nun ist uns doch ein Selbstmord unterlaufen: eine Konkurrenz von solcher Schlagkraft ,, Jetzt und Hier" einzuführen.
Man hat den Kantianismus eines Jahrhunderts in Deutschland in Reinkultur vor Augen.) Wir fahren fort:
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