des Todes: ihr schließliches Ereignis als Erreichnis kann ihrer Her- kunft und Veranlagung nach nichts anderes sein— die erregenden Beispiele sind vor aller Augen— als der Tod alles Lebendigen, wie es sinnlos ist, von diesem Wirklichen Anderes erwarten zu wollen. Es kann nur gehofft werden, daß das alarmierende„Deutschland erwache!” statt es in der Sprache des Dämon zu vernehmen ichhaft
übernommen wird. *
Wir sind am Ende unseres Weges mit Kant, mit dem wir zu gehen hatten, gegangen sind, aber ohne unsere Selbständigkeit aufzugeben, des besseren, des höheren Selbstes wegen, das in der Wahrheit ist. Und die Kraft der Wahrheit, zugleich die des Guten als des höchsten Gutes, Gott, ist gestärkt in ihrer Bewahrung, die zu wollen uns geleitet hat. Das Ringen, dürfen wir sagen, ist gesegnet worden— es war ein Ringen mit dem Bösen, wie wir jetzt erkennen.
Man kann im Erleben eines Künstlerischen sich ganz hingeben, das christliche Gebet ist Hingabe an die göttliche Dreieinigkeit. Nicht so demnach im Wissenschaftlichen der Philosophie, die der Geist der Wissenschaft ist. Im Gegenteil, ja im Gegensatz und Gegenwurf jener, wie sie hier kennenzulernen war, ist man, wie wir wissen, jetzt, so verloren! Es gibt, im Ganzen der Welt, die wir Kosmos nennen, auch den Gegenwurf der Intelligenz, die göttlich ist und göttlich veranlagt, gibt ihren Mißbrauch, und Wesen, Wesenheiten, die das wollen, wie Gott ist. Gott offenbart sich der vertrauenden Hingabe, diese erst enthüllen sich der ringenden Überwindung; es ist sittliche Pflicht, das Gewissen mahnt, gegen das Böse anzugehen. Mehr, wenn man eine An-| gabe Rudolf Steiners bedenkt: unser Zeitalter habe die Aufgabe zu- erteilt bekommen von den kosmischen Mächten der Welt, der Über- windung des Bösen, das noch in neuen, unerhörten Formen auftreten werde. Das ist die Begleitmusik des Siegeszuges der Technik. Man bedenke weiter: Kant war es„kein übler Einfall... den ganzen In- begriff der Gelehrsamkeit... gleichsam fabrikmäßig’ zu behandeln („Streit der Fakultäten ”, 1797, Anfang). Das, was als höchstes Streben des Menschen auf das Gewissen gestellt ist, fabrikmäßig einzustellen, als Technik gewordener Betrieb! Ist es nicht gleichsam das Resultat, der Schlußstrich gezogen unter seine Lebensarbeit? Die ganze Summe seines Strebens ist darin ausgedrückt! Von da zur erreichten Technik des Bösen ist ja nur ein Schritt. Ehedem ein einzelner Mensch im einsamen Ringen um Erkenntnis, die menschlich blieb, heute eine
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