die Mitte versetzend, in zwei ,, Teufel". Grundverschieden, wie sie geschieden sind, und doch wieder zusammengehörig, aber, und das ist doch wesentlich, jetzt, so, hörig dem Menschen und in seinem Dienst statt des Umgekehrten! Damit ist zugleich gesagt das Wesentliche über die Dienste Kants, über Dienst und Dienstbarkeit. Der Philister außer dem und in ihm selbst, er hat von alledem nichts bemerkt. Deshalb ist das Schlimmste, was sich aus Kant und Kantianismus ergibt, daß ihnen auf den Kopf zugesagt werden muß: ihre Philistrosität. Weil von ihnen, da sie nicht denken, erkennen wollen, ihnen zu sagen ist die Wahrheit.
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Daß Deutschland nur gesunden könne- es wird also als krank vorgestellt, wenn es sich nicht scheut, seine ,, Fehler" einzusehen und sich zu ändern, in dem Bestreben, in Schulderkenntnis und Schuldanerkenntnis auch vor dem Letzten nicht zurückzuschrecken, fordert nicht nur die Welt, es wird auch in Deutschland sogar sagt. Es ist geisteskrank, eine seit langem latente Geisteskrankheit ist vorzustellen, das, die Wahrheit wird nicht gesagt! Eine gründliche Sinnesänderung müsse eintreten: vom Sinn dessen, was so gefordert wird, ist nirgends auch nur gefragt, ist nirgends zu vernehmen. Eine ,, Umschulung der Deutschen " fordert alle Welt, erkennt auch der Deutsche wortmäßig an. In Wirklichkeit ist alte Schule. Täuschung und Tod, als reale Wesen, treiben ihr altes Spiel mit den Menschen zu weiterem Verderben. So lange, solange Selbsterkenntnis deshalb nur leeres Wort bleibt, weil ein Selbst überhaupt nicht vorhanden, Erkenntnis nicht bis zu dem letzten Grunde des Erkennens vorgedrungen ist! In Deutschland wird die Kenntnis dieses Grundes und der Gründe eher verhindert als gefördert, aus dem nach dem Vorangegangenen naheliegendem Grunde.
Nur mit dem bitteren Gefühl gewissen galligen Humors kann ich lesen, was z. B. Prof. Röpke, Genf , in dem Buche: ,, Die deutsche Frage" fordert und vorschlägt: Die befreundete Schweiz ( die den aus Deutschland Emigrierenden seinerzeit aufnahm und nun in sich beheimatet) möge jeweils eine Gruppe deutscher ,, geistiger Elite", als welche sich dem Professor ausschließlich die deutsche UniversitätsProfessorenschaft von selbst versteht, in periodischen Abständen wechselnd und allem beruflichen Tun und Treiben eine Zeitlang entrückt, in Pflege nehmen, ein Freundschaftsdienst zu dem Zweck und Ende, sie wenigstens in körperlich- gesundheitlicher Hinsicht ihrer Leistungsfähigkeit wieder zurückzugeben, deren sie bedarf, um wirk
Blume, Geist der Mitte 3
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