zu folgen vermögen; es sind, bleiben eher Wort- Emotionen, gegen die wir uns zu wehren pflegen. Der menschliche Abstand ist eher vergrößert, der Abstand einer Anhänger- Schülerschaft jedenfalls nicht hergestellt.
Empfindungen, Impressionen, Eindrücke sind das, gewiß, noch ohne entscheidenden Erkenntniswert. Doch, weil das Empfinden nicht selten das Richtige trifft, zumindest es vorbereiten, ankündigen kann, so ist wichtig, sich bewußt zu werden, daß man sie hat, wichtig, dann sich bewußt zu machen, ob und wie sie berechtigt sind. Es erweist sich, daß man in ihnen, daß man ,, in Stimmung" ist, sich erhält als einer Totalität: Auf diese wird es ankommen, nicht bloß, um gegenüber zu treten, sondern zu sein, sich als Einheit erhalten zu können. Geht sie gestärkt oder geschwächt hervor aus dieser Gegenüberstellung? Für das Leben jedenfalls wird es darauf ankommen, und ihm wird das, was hier ,, Erkenntnis" genannt wird, jedenfalls zu dienen haben: wenn wir nicht in einen völligen Widersinn verfallen wollen, wird es nicht aus dem Leben herausfallen dürfen. Im Leben ist, was ins Leben tritt, und da ist, im Leben, wenn Anfang gesetzt ist, auch Ende; nur die Ewigkeit, nimmt sich davon aus. Hier wird( I) in Form einer Behauptung angefangen. Damit aber wird eine Art ,, Erfahrung" verbunden, die, weil sie durch nichts als die Behauptung anfängt, einen Anfang hat, ihn nicht nur nicht durch unser Tun hat, sondern von dem auch nicht einmal anzugeben ist, wann, wo, wie Ende ist; sie, diese , Erfahrung" ist das Leben, läßt uns jedenfalls das Leben machen, und der Tod beendet sie: sie kann nicht eigentlich ,, Erkenntnis" genannt werden, noch viel weniger fällt ,, alle Erkenntnis" unter sie, diese Erfahrung umschließt einen engen, scharf umgrenzten Kreis ist die nämlich, die uns zufließt, weil wir unsere Sinne haben, im übrigen uns aber relativ passiv verhalten. Wirkliche Erkenntnisse dagegen sind durch ein mehr oder weniger gründliches Tun hindurchgegangen, bei denen oft genug auch der Zweifel eine Rolle gespielt hat. Und so haben wir zu zweifeln, nämlich an dem uns hier Vorgesetzten, haben wir eine Frage zu stellen, die schon, wie jeder die Antwort weiß, die Zurückweisung dieses Satzes( I) enthält: Kann davon gesprochen werden, daß Erkenntnis anfange, ohne den Faktor berücksichtigt zu haben, dem allein die Selbstbestimmung und damit die Gewißheit des Anfangens, das ein Aufhören mit bedingt, zugesprochen werden muß: den Faktor Denken? Nur für das gibt es unzweifelhaft Anfang und Ende, was in unser eigenes Tun fällt, und das ist
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