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Der Geist der Mitte : das andere Deutschland : die "Umschulung" der Deutschen / August Blume
Entstehung
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getragenen Geisteskampf nicht möglich ist, nicht mündet in die er­kämpften, geöffneten Tore der Großen Welt" als der Welt des Geistes und mit den ,, Vier Großen" alle einziehen können auch ohne großes Gefolge. Auf einen Dauerfrieden zielen vorgeblich alle Ver­handlungen der Politiker, auf eine dauernde Befriedigung der Welt gehen auch die Begründungen der Forderungen, die man an Deutsch­ land neben den ,, Reparationen", Wiedergutmachungen, zu stellen hat: Es sind Forderungen der Macht, dem Machtlosen auferlegt: was schon erreicht ist, braucht nicht mehr gefordert, kann von uns, diesem Ohn­mächtigen, gar nicht geleistet werden.

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Was mit Deutschland als Ausbruch der Macht erschienen ist, nie­mals und nirgends sonst ist ein solcher Ausbruch so wie hier, dies­mal, als im Geiste. resp. im Ungeiste- gegründet erschienen: aus dieser Verworfenheit floß die verworfene Untat: ,, Tut Buße, ändert eueren Sinn", diese Forderung der geistigen Welt heute an alle Welt, ist sie noch zu verkennen? Geht die Erfüllung dieser Forderung allein uns Deutsche an? Es ist schon eine Paradoxie, aber es ist die Wahr­heit: Diesmal hat die Politik unverkennbar eine geistige Aufgabe: Die, Manifestation der Moralität zu sein ,,, wie ein Geistiges sie in sich hat, haben muß". Machtfragen, unfähig, sich selber zu genügen, sind zu ihrer Quelle zurückzuführen, um gelöst zu werden: man bekenne sich in Wort und Handlung zum Geiste, alles Andere ist Täuschung, Selbsttäuschung, Vorbereitung weiteren Unheils. Stehen ,, Verhand­lungen" im Zeichen der Durchdringung von Moralität und Geist, dann, in diesem Zeichen hat die Welt zu hoffen, die anders Friedens­Verhandlungen" nur zu fürchten haben wird. Und als das einzig ge­eignete Objekt dieses Kampfes bietet sich uns Deutschen Kant von selber dar, der die Schlüssel jener Welt geraubt und die Tore verram­melt, versiegelt hat: nur noch aus höllischen Bezirken stürmt es herauf und ist unter Menschen man kann sich lange pan- euro­päische Gedanken machen, sie werden verschwendet sein, erst nach diesem Kampf und Sieg gibt es, als ein Neues, die ersehnte ,, Mensch­ heit ", wird sie sich des Friedens und der Einzelne sich der Freiheit er­freuen können. Deutschland wird anerkennen, als freiwillige Repara­tionsleistung es sich zur Pflicht zu machen haben, diesen Geisteskampf organisierend einzuleiten. Aus Gründen, die sich an die Namen knüpfen, die in aller Munde sind oder Weltruf haben: Kant, Hitler sichtbar auf einer Seite, und andererseits, und zwar positiv, die in Goethe und Rudolf Steiner zu suchen sind.

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