Aus
us Sehnlucht, eine Bibel zu belihen, hatte ich es gemagt, den Nachbarinnen meinen Wunsch in einem Briefe verblümt zu verstehen zu geben. Ich hatte zwar gehört, dah der Druck der Heiligen Schrift unter dem Vorwand der Papiernot eingeftellt worden und das unnühe Buch haum mehr aufzutreiben leí. Aber vielleicht fand ihre erfinderilche Liebe doch einen Ausweg. Und in der Tat, hört, was geldhah: eines Morgens, ich war beim Ausnehmen eines Hühnermagens, wurde ich zum Kommandoführer gerufen. Was er fonft nie getan, er teilte heute die angekommenen Pakete felbft aus. Auch ich war unter den Glücklichen, die eins erhielten. Er öffnete es und was zog er heraus? Eine Bibel! Und als zweites? Ein Gefangbuch! Und als drittes? Ein Lolungsbüchlein! Mir klopfte das Herz. Doch wagte ich es nicht, mich zu freuen. Mir Ichwante Unheil. Ich ahnte, daß der Teufel um den Weg lei, um mir einen Strich durch die Rechnung zu machen. Und richtig! Der Mann legte kurzerhand die drei Bücher zur Seite mit den Worten:„ Die bekommst du nicht; die werden in deinen Sack gebracht." Ich war tiefenttäuscht und wollte Ichon den Mund öffnen und um die Herausgabe der Kleinode bitten. Da gewahrte ich in leinen Augen ein höhnilches Aufleuchten, das aus Höllentiefen ham. Das Schnürte mir die Kehle zu. Id) brachte kein Wort heraus und wollte es auch nicht ich war zu( tolz, den Teufel um eine Bibel zu bitten. Oder hätte ich es doch tun lollen? War der Stolz fündhafter Hochmut?
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