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Für sie wurde das Leben ebenfalls von Tag zu Tag schwerer. So mußten bald darauf alle Juden ihre Photo- und Radioapparate abgeben, jeder Jude von sechs Jahren an wurde mit einer weißen Armbinde mit Stern bezeichnet, die später, als dies den Machthabern zur Brandmarkung der jüdischen: Bevölkerung nicht mehr ausreichend schien, durch einen großen, aus dem Stoff herausgeschnittenen Davidstern auf der linken Brustseite ersetzt wurde. Der gleiche Stern mußte außerdem in gelber Farbe auf dem Rücken getragen werden. Als nächstes mußten die Juden Pelzwerk und Schuhe abgeben. Außerdem hatte der von den Nazis ein- gerichtete„Judenrat“ alle 14 Tage 10 kg Gold und nach und nach sämt- liches Silber einzusammeln. Die Juden bekamen nun auch hier ihre Ge- schäfte abgenommen, die man„arisierte“. Zwischendurch wurden oben- drein noch, wenn die Zahl der nach Deutschland angeforderten jüdischen Arbeitskräfte auch erfüllt war, Treibjagden mit Autos veranstaltet, bei denen man weiteres Menschenmaterial für die deutsche Wirtschaft ein- fing.
Ghettos und Zwangsarbeitslager
Allmählich entstanden in verschiedenen polnischen Städten Kon- zentrationsläger, während in Deutschland , hauptsächlich im Osten, Zwangsarbeitsläger eingerichtet wurden, die mit aus Polen heraus- geschleppten Juden ständig frisch aufgefüllt wurden. Aber auch die pol- nische Bevölkerung wurde zum Teil als Zwangsarbeiter nach Deutschland verschleppt. Der Rest der jüdischen Familien hingegen, der noch in Po- lenı war, wurde in Ghettos kaserniert. Auch in Sosnowitz entstand am Stadtrand ein solches, von hohem Stacheldraht umgebenes Gelände, in das man unsere zurückgebliebenen Familien einsperrte. Diese Ghettos, ursprünglich eine Einrichtung mittelalterlicher Städte, wurden von außen scharf bewacht und die Frauen und Kinder, die tagsüber in den deutschen Fabriken arbeiten mußten, unter Bedeckung zu und von ihrem Arbeits- platz geleitet.
In einem solchen Ghetto mußten fünf- bis zehntausend Menschen beieinander leben, in einem Zimmer, das vielleicht drei bis vier Meter im Quadrat maß, hausten 10 bis 12 Menschen. Man kann sich leicht vor- stellen, daß ein solches Leben; schnell zur Hölle werden konnte. Aber das war noch längst nicht das größte Elend, dem man unsere Brüder und Schwestern auslieferte.
Der erste Vernichtungsbefehl
Im Jahre darauf, am 22. Juli 1942, erließ die deutsche Zivilverwal- tung in Polen ihren ersten offiziellen Vernichtungsbefehl. Sämtliche
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