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Der müden Gefangenen,
Vergebens suchten
Sie Durchblickes Trost. Das dürftige Schlitzlein Hatte vermauert
Des Wächters mißgünstige, Grausame Hand._--— Aber den Glauben
an ihre Freiheit,
Den Glauben des Herzens
Vermauert er nicht! Und eines Tages, Gereiften Tages,
Wird aus der Ritze
Die Bresche geschlagen Mit wuchtiger Hand. Und alle Gefangenen Ziehn durch die Mauer, Ziehn in der Freiheit Willkommenen Tag. Wer will uns dann wehren, Uns niederzusetzen, Denen das Herz
Von Entbehrungen matt? Da werden wir heimsen Die goldenen Ähren,
An Früchten uns letzen Des Herbstes uns satt!
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