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Ach, eine Handbreit
Trennt uns die Mauer Vom seligen Rausch,
Vom glimmenden Traume Unserer Freiheit,
Von blaugrüner Wälder
Lockendem Ruf!
Sei uns gesegnet,
Armseliges Löchlein
Inmitten der langweiligen
Feindlichen Wand!
Reichst du nicht weiter
Als Sternenräume
Des Weltenfernrohrs
In einsamer Nacht?
Hebst du nicht höher
Den Fuß der Erschlafften
Als aller Berge
Türme der Welt?
-
Niemand miẞgönne
Dem Hunger der Armen
Befreiende Blicke
Ins Zauberreich!
Aber am Morgen,
Am andern, dem grauen,
Starrte noch grauer
Die langweilige Wand.
Wehe! Vergebens
Suchten die Wünsche
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