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FÜNF MINUTEN VOR ZWOLF
Wir sind wieder unter Menschen! Nicht Herrenmenschen, nicht Herdenmenschen, Christenmenschen umgeben uns; linde Hände von Schwestern in mächtigen Holländer Flügelhauben umschweben uns, ein vollbesetzter Tisch lud uns gestern ein, uns an Kuchen und Kaffee zu erlaben, während unsere Befreier, die Oberkirchenräte Daumiller und Bogner allen voran, sich gütig um unser Wohl kümmerten und dafür sorgten, daß der Kaffeestrom an die richtigen Stellen geleitet wurde.
Eine Fessel nach der andern fällt vollends von uns ab. Wir haben aufgehört, uns einander anzubrüllen, weil wir wieder die Brüder und nicht die Konkurrenten ineinander sehen. Vom Kreuze her, das in der Ecke hängt, grüßt uns das Bild des großen Befreiers.
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Seit Dienstag sind wir hier wie die Zeit vergeht! Der D- Zug der Zeit trägt uns von dannen, in immer blasser werdenden Farben lassen wir die Welt der Toten zurück, die uns solange in ihren Bann geschlagen.
Und das haben wir dem violetten Auto zu verdanken, das pünktlich, wie erwartet, gekommen war und unter Leitung Dr. Breits Wittenberg in sich aufnahm, sechs Vollbürger und einen Zaungast. Und dann war der Wagen davongebraust, und nichts hielt ihn mehr auf. Wir ließen das eine Tor hinter uns zurück, und ein anderes öffnete sich vor uns. O, wie atmeten wir auf, als wir uns erhoben, um auszusteigen, denn seht, die Stunde war da, die lang erträumte, wir waren
FREI!


