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FÜNF MINUTEN VOR ZWOLF
burgs von der Lagermühsal zu erholen: Fabisch, den Parolenmüller, den Knaben Hiob und Hubersepp, den Kantinencapo; nun ist durch diese Zukunftspläne ein dicker Strich gemacht worden.-
Nachmittags.
Südöstlich Mergentheim , dort liegt in der Nähe Stuppachs mit seinem berühmten Altarbild der Maria eine andere Stätte, an die mich teure Erinnerungen aus der Jugendzeit knüpfen: Wachbach, das häufige Ziel sonntäglicher Wanderungen in Gemeinschaft mit Paul, dem Bäckergesellen. Sie endigten immer im Schulhause, wo ein väterlicher Freund amtierte, Lehrer Ebert, ein hilfsbereiter Erzieher von jener männlichen Sanftmut, der wir bei reifen Christen oft begegnen. An den Sonntagvormittagen spielte er die Orgel zu den Gottesdiensten und tat dies jahrzehntelang mit großer Treue, obgleich ihm der Dienst vom Pfarrherrn nicht mit gleicher Münze belohnt ward. Er war dem Lehrer gram darüber, daß er sich nicht damit begnügte, die Predigt musikalisch zu umrahmen, sondern daß er sonntagsnachmittags selbst die Bibel ergriff, um sie den Bauern auszulegen nun aber nicht in der Kirche, sondern im Schulhause, in des Lehrers Wohnstube; nicht von einer majestätischen Kanzel aus, sondern im einfachen Sessel des Schulmeisters. Auf diesem Stuhl legte er Gottes Wort so
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gut aus, als er konnte und er konnte es gut. Denn eine Johannesnatur, das war er, dem der Friede der Ewigkeit auf dem Gesicht geschrieben stand, und aus dessen Auge selbstlose Liebe leuchtete. So zog es uns mächtig hinauf ins kleine Dorf; nach der Stunde der geistlichen Speisung sorgte die freundliche Gattin dafür, daß wir auch leiblich geatzt wurden, es fuhr ein Vesper auf mit Apfelmost, Butterbrot und Wurst, das uns stärken sollte für den weitern Rückweg. Nachher griff der Gastgeber noch in die Tasten des Klaviers, und herrlich war es, wenn wir manches Lied er


