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AUF DEM HUNGERBLOCK

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Mund Zweifel am besten dazu, den Schädlingen unauffällig eine Lungenentzündung beizubringen und sie eines legalen Todes annt sterben zu lassen. Wozu hatten wir aber einen Tagesraum? war Nun, war da nicht der verdienstvolle Mann, der Stuben­pascha mit seinem Hofstaat, dem Stubendienst? Konnte man es diesen vornehmen Würdenträgern zumuten, mit dem Aus­Die wurf zusammenzuatmen und womöglich seinen Schmutz t be noch hinauszufegen? Nein, das konnte ihnen kein billig e der Denkender zumuten, und darum blieben wir auf unserem Abort und sie in ihrer guten Stube.

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Die beiden Ströme, aus den Abteilungen A und D ent­sprungen, bestimmten den Charakter der ungezählten Lager und das Schicksal der einzelnen Häftlinge. Je nachdem. Die Wasser liefen nicht einfach nebeneinander her, sondern flossen ineinander über und je nach der Stelle, wohin es dich trieb, hattest du Glück oder Unglück: Glück, wenn du in der Fahrrinne eines guten Kommandos schwimmen durftest, das geschützt war durch die Anweisung A: ,, Die Häftlinge sind zu schonen; Menschenkraft ist Mangelware! Es ist auch für Ergänzung der Lagerkost Sorge zu tragen usw." Un­glück, wenn dich der Wirbel erfaßte aus Abteilung D, dann war dein Leben einen Pfifferling wert. Du warst Staats­feind und als solcher zu vernichten. Die Gasanstalt drohte im Hintergrund, aber sie nicht allein, denn das Lagerleben bot tausend Möglichkeiten, dich aus der Welt zu schaffen auch ohne gewaltsamen Tod. Die täglichen Drangsalierungen, die Unsicherheit der Entlassung, das Bewußtsein, ein wehr­und rechtloser Paria zu sein, das waren die Mäuse, die ständig an der Wurzel deines Lebensbaumes fraßen und dich widerstandslos machten gegen die Stürme der Krank­heiten und Seuchen, welche die Lager entvölkerten. Natür­lich war kein einziger sicher, daß ihn nicht die wilde Strö­mung D ergriff und in ihren Strudel zog; jeden Augenblick konnte das geschehen; alles war darauf angelegt, dich aus