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welt wegen seines höflichen Wesens allgemeiner Beliebtheit erfreute. Aber zu Hause, da zitterten sie alle vor ihm! Gassenengel Hausteufel", so sagt das Sprichwort von jenen traurigen Helden, die ihren Amts- und Geschäftsärger zu Hause, innerhalb ihrer vier Wände, die Zügel schießen lassen. Arme Kinder, unglückliche Ehefrauen, die an solche Familientyrannen gebunden sind! Mehr Selbstzucht, mehr Rücksichtnahme, Freundlichkeit und Geduld auf seiten des sog. starken Geschlechtes würde so mancher Ehe ein harmonischeres Gepräge verleihen. Dem Weibe bliebe mancher Seufzer erspart und manche Träne. Sind die bitteren Züge auf dem Antlitz so mancher Ehefrau nicht eine schweigende und doch beredte Anklage gegen die Lieblosigkeit der Männerwelt? In einer christlichen Ehe gibt es keinen Paschatyp des Mannes, keine Versklavung des Weibes! Sondern hier wird das Apostelwort befolgt: Ihr Männer, liebet eure Weiber!
Den Vätern ruft der Apostel zu: ,, Ihr Väter, erbittert eure Kinder nicht, auf daß sie nicht scheu werden!"( V. 21.) Wer wegen kleiner und kleinster Vergehen übermäßig harte Strafen verhängt, muß damit rechnen, daß seine Kinder infolge der väterlichen Strenge kopfscheu werden und das Zutrauen zur väterlichen Liebe verlieren. Unser Reformator Luther bekannte einst, daß er wegen einer entwendeten Nuẞ von seinem Vater derart gezüchtigt worden sei, daß er ihm eine geraume Zeit gram gewesen. Wenn die Kinder auch späterhin einsehen lernen, daß hinter aller väterlichen Strenge denken wir nur an das eine große Liebe gestanden hat- Verhältnis von Friedrich dem Großen zu seinem Vater! es ist doch jammerschade, wenn auch nur zeitweise Verbitterung und Entfremdung zwischen Vätern und Kindern Platz greift! Zwar steht dem Vater das Züchtigungsrecht zu, und
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