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Das aufgebrochene Tor : Predigten und Andachten gefangener Pfarrer im Konzentrationslager Dachau / Vorwort und Herausgeber: Martin Niemöller
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sie, und der Altar des Heiligen Israels ragt wiederum gen Himmel, ein Panier für alle Treuen. Neuen Mut und neue Kraft wird er ihnen einflößen, damit sie an ihrer Stelle ver­harren und durchhalten können und wenn not, auch der ganzen Welt Trotz leisten, nur der Stimme ihres Gottes und keinem Führer und Verführer gehorsam. Wären doch auch wir Elia darin gleich!

So führt der Herr seine Auserwählten durch die Jahr­hunderte. Fest hält er sie an der Hand, damit sie nicht straucheln und fallen. Nur wenige sind es- in den Augen

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der Welt; aber wenn es noch weniger wären, es änderte an den Wegen Gottes nichts. Möge sich die Welt gegen seinen heiligen Willen noch so sträuben, der Endsieg ge­hört Ihm! Ihm allein.

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,, Wo diese werden schweigen, so werden die Steine schreien"( Luk. 19, 40), sagt Jesus . Wenn die Menschen ob aus Furcht oder Schwachheit, oder infolge Abfalls und Verrates, oder aus Blindheit und Verstocktheit- schweigen oder ganz einfach durch Gewalt, Kerker und Tod zum Schweigen gebracht wurden, so bleiben immer noch diese stummen Zeugen von Gottes Macht und Liebe und Treue. Vielleicht werden auch sie in Trümmer daliegen, aber trotz­dem werden sie schreien, zum Himmel schreien und ihr Zeugnis ablegen,

So war es auch stets in der Geschichte der christlichen Kirche. Wieviel Verkehrtheit, wieviel Abtrünnigkeit, Un­glauben, Feigheit und offene Feindschaft! Einerseits das Kreuz mißbraucht, in seinem Zeichen Blut vergossen und Elend ge­stiftet mit der lästerlichen Begründung: omnia ad maiorem dei gloriam( alles zur größeren Ehre Gottes). Und anderer­seits die Bekenner des am Kreuz geopferten Heilands ver­

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