Druckschrift 
Das aufgebrochene Tor : Predigten und Andachten gefangener Pfarrer im Konzentrationslager Dachau / Vorwort und Herausgeber: Martin Niemöller
Entstehung
Seite
109
Einzelbild herunterladen

unsere , und

e mor­

e über

zen: es

igkeit, ch, in und

uner­

Hoff­

z, der

oll, so Mühe

ewegt­warten auf­

g. Er

d un­wird

der

tus ist

r sind

unser

Besitz verwelkt. Wer viel gesammelt hat, greift ins Leere. Ach, wir Menschen dieser Zeit und dieser Erde, vergeb­lich leben wir, und wie bitter arm ist doch, wer nur dieses Dasein kennt! Glauben bedeutet denn auch: vollkommen anders stehen in dieser Welt: nicht sehen auf das Sichtbare, sondern auf das Unsichtbare.

Im Glauben sind wir mit Christus verbunden, stehen mit ihm in dieser Welt, nämlich im wahren Leben. Wer an ihn glaubt, hat Teil an dem ewigen Erbe, das er für uns erwor­ben hat.

-

Hab' es schlimm hier, trage dein Kreuz und gehe deinen Weg in großen Schmerzen, aber schaden kann es dir nicht, weil du, glaubst du es? hältst du es fest?- weil du wiedergeboren bist zu lebendiger Hoffnung, zu einem Erbe, das nicht vergeht und nicht verwelkt und nicht befleckt wird, weil es behalten wird im Himmel.

Ja wahrlich, Erben sind wir, Erben Gottes und Miterben Christi. Was macht es wesentlich aus, ob wir frei oder ge­fangen sind, zerstreut oder in unserer Heimat wohnend- wir sind Himmelsbürger und erben Gottes Reich.

Fürchten wir uns doch nicht! Christus gewährt uns im Himmel, was er uns erworben hat. Es liegt fest in ihm.

Darum kann Petrus schreiben: das Erbe wird behalten im Himmel. Und dann, sehr persönlich: es wird euch be­halten.

Was Christus getan hat, war für von ihm gekannte, bei Namen genannte Menschen bestimmt, und damit du und ich es wissen, daß es für uns ist, wird es uns gepredigt; und da mit wir nie zweifeln, hat Gott in unserer Taufe seinen Na­men mit dem unseren verbunden, und selig ist, der da glaubt: er ist zu diesem Erbe wiedergeboren, das im Himmel für ihn behalten wird.

109