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Das aufgebrochene Tor : Predigten und Andachten gefangener Pfarrer im Konzentrationslager Dachau / Vorwort und Herausgeber: Martin Niemöller
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Die Offenbarungen des Herrn nach seiner Auferstehung haben das gezeigt.

Ich denke an die Frauen in ihrer Trauer, an Simon mit seinem marternden Schuldbewußtsein, an Maria Magdalena in ihrer Ratlosigkeit, an Thomas in seinem Unglauben, an die Jünger bei ihrem vergeblichen Fischen auf dem Meer trotz so vieler Unterschiede doch alle hierin gleich, daß sie keine Hoffnung mehr hatten.

Wie hat der lebendige Christus aber sie alle, den einen nach dem andern gesucht, sie angeredet, sie aus ihrer stum­men Trauer aufgeweckt, sie mit göttlicher Majestät zum Leben gerufen, bis es in ihren Herzen zu leuchten anfing und sie sich bewußt wurden: Er lebt!! Unser Hoffen und Verlangen ist nicht zu Ende, neue Zukunft geht auf, und wir sind durch ihn nicht ziellos, und in ihm ist unsere Mühe und Arbeit nicht vergeblich. Unsere Schuld ist weggenom­men, unsere Sünden sind bedeckt, er ist unser, wir sind sein!! Und ihr Halleluja stieg empor!

Und an ihrem Jubel: Der Herr ist wahrlich aufer­standen und ist Simon erschienen", kannst du wissen, was es heißt: wiedergeboren zu einer lebendigen Hoffnung.

Das war ihre Neugeburt, ja; und das ist die unsrige auch, jedesmal, wenn wir das Evangelium hören und glauben.

Unser Dasein liegt mit der ganzen Welt im Tode, und es gibt keine Aussicht, keine Zukunfterwartung, es sei denn eine solche, welche nach kürzerer oder längerer Zeit doch wieder enttäuscht wird; aber mitten in diesem leeren Leben stehen wir in der Hoffnung, die lebt! Weil sie an Ihn sich heftet, welcher das Leben ist.

Und seine Kreuzgemeinde, Fremdlinge hin und her in der Welt, sie soll das Wort glauben und Gott loben, weil er sie nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat.

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