Schuld an ihm war, und wo er zugleich schon ahnte, daß er zu schwach sein würde, um mit dem Ernst seiner Beamtengerechtigkeit durchzuhalten, da war es ihm eine Gewissensbefreiung, als er auf einmal entdeckte, daß Jesus unter des Herodes Obrigkeit gehörte. Für diesen Menschen, der ihm am Anfang langweilig war, und den er am Ende furchtbar ernst nehmen mußte, so ernst, daß er vor allem Volke sich die Hände wusch: ,, Ich bin unschuldig an dem Blute dieses Gerechten " für diesen Menschen konnte er die Zuständigkeit vielleicht abschieben auf einen anderen.
-
So sandte Pilatus Jesum zu Herodes . Pilatus wurde nicht fertig mit Jesus , eben damit, daß er ihn auf die Weise der Welt mit bloßer säkularer Gerechtigkeit ernst nehmen wollte, nicht fertig mit ihm.
Herodes auch nicht. Herodes nahm Jesum nicht ernst. ,, Da Herodes Jesum sah, ward er sehr froh; denn er hätte ihn längst gern gesehen; denn er hatte viel von ihm gehört und hoffte, er würde ein Zeichen von ihm sehen." Dem Pilatus hatte Jesus auf seine Fragen Antwort gegeben. Auch ,, Herodes fragte ihn mancherlei; Er antwortete ihm aber nichts." Und da entscheidet es sich sehr rasch: Wer sich selber Gottes Sohn nennt, wer da wagt, zu sagen, er sei Christus, ein König, der ist das entweder, oder er ist ein Narr.
Gerhard Hauptmann schildert in seinem Buche ,, Immanuel Quint, der Narr in Christo", einen Menschen, der in voller Aufrichtigkeit und charakterlicher Lauterkeit Leben und Tun, Reden und Art des Heilandes kopiert. Und die Darstellung läßt da nun einen gewiß absichtlich schillernden Sinn erkennen: Immanuel Quint ist wegen seines hohen Anspruches, der Christus zu sein, ein Narr, daran wird kein Zweifel gelassen; aber ob nicht der andere, der dahintersteht und von dem der Mann in dem Roman ja nur die
70
Kopie i jenes Bu Ja, e
trifft, di lich: Jes Gottes,
aber er
Jesum z
staat! U
Auch H
nicht er
Beid
sein, ind
konnter
heute un
Herrn
gemesse
rechtigk
beurteil
giösen
nis zu
giösen
gewalti
könne:
ben, ih halten
schätzt der dar
Gesells
ledigte
krankt
bald


