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Das aufgebrochene Tor : Predigten und Andachten gefangener Pfarrer im Konzentrationslager Dachau / Vorwort und Herausgeber: Martin Niemöller
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Das ist es, was Jesus sagt: Ich sah wohl den Satanas fallen, vom Himmel fallen wie ein Blitz."

Das dürfen also die Zeugen Christi wissen: der große starke Gegner ist niedergeschlagen, das ist ein großer Trost, den Jesus gibt. Macht hat er zwar noch, der Satan, aber doch: sein Reich ist abgetan, es sind die Zuckungen eines, der den Todesstich bekommen hat.

Und diese frohe Botschaft: Satan ist ein geschlagener Feind des Königreiches und der Königskinder, geht in die Welt hinein mit Zeichen, Zeichen, die hinweisen auf die neue Welt, worin von Satans Macht gar nichts mehr zu sehen ist.

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Sehet, ich habe euch Macht gegeben- das war notwendig; die Zeichen mußten da sein besonders in den ersten Zeiten. Jetzt sind sie weniger geworden, anders aber die Bot­schaft bleibt für alle Zeugen für uns und für unsere Mis­sionen; der Satan ist gefallen, gefallen ist unser größter Geg­ner in der Arbeit im Reiche Gottes.

Doch dann

-

sagt

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der Herr noch was anderes dazu: darin freut euch nicht, daß euch auch die Geister untertan sind freuet euch aber, daß eure Namen im Himmel geschrieben sind. Dürfen wir uns nicht freuen, wenn wir sehen in unserer Arbeit, daß der Satan geschlagen wird? Wenn Jesus siegt in Menschenherzen?

-

-

Ja, ja natürlich aber worüber freuen wir uns? Über Jesus und seine Kräfte? Um seinetwillen allererst? Oder freuen wir uns vielleicht über unsere Erfolge? Daß soviele gerade unsere Predigt hören wollen. Und daß durch unsere Arbeit viele in ihrem Glauben gestärkt werden?

Unsere Erfolge, das ist die Gefahr.

Dann sagen wir schon: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt, haben wir nicht in deinem Na­

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