-
unserem
Gott gegeben. Obwohl die Welt ihn nicht aufgenommen hat und nicht aufnimmt, so scheint doch sein Licht in göttlicher Herrlichkeit über den Seinen, die da sitzen in Finsternis und Schatten des Todes. Und dieses Erscheinen von Ihm, dem Aufgang aus der Höhe, von Ihm, dem Gottessohn, ist so völlig er verbindet sich so ganz und gar mit Dasein, daß auch von dem Kinde aus Bethlehem gilt, daß sein Leben in Finsternis gehüllt ist, und daß Schatten des Todes darüber liegen. Das ist der Ernst des Weihnachtsfestes trotz aller unserer Gemütlichkeit und Fröhlichkeit. Hier verbindet sich der Sohn Gottes mit unserem armen Erdendasein. Er begibt sich in unsere Finsternis, und der. Schatten des Hügels Golgatha liegt schon von Anfang an über seinem Leben. Doch Gott sei Dank auch gerade längs diesem Schattenweg, längs diesem Todesweg bringt Er uns Versöhnung.
-
-
Es findet der selige Tausch zwischen uns und dem Kindlein statt, von welchem Luther gesprochen hat in der ,, Freiheit eines Christenmenschen". Er nimmt unser Dunkel auf sich, daß es um u uns helle werde; belädt sich mit unserer Schuld, damit wir frei ausgehen; läßt sich Gottes Zorn an seiner Seele austoben, damit uns seine volle Gnade lache; wie Paul Gerhard zu Weihnacht jubelt:
Meine Schuld kann mich nicht drücken,
Denn du hast
Meine Last
Ganz auf deinem Rücken
Kein Fleck ist an mir zu finden,
Ich bin gar
Rein und klar
Aller meiner Sünden
Uns
ist un
Weg
durch
unsere
ewige
22


