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Das aufgebrochene Tor : Predigten und Andachten gefangener Pfarrer im Konzentrationslager Dachau / Vorwort und Herausgeber: Martin Niemöller
Entstehung
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unserem

Gott gegeben. Obwohl die Welt ihn nicht aufgenommen hat und nicht aufnimmt, so scheint doch sein Licht in gött­licher Herrlichkeit über den Seinen, die da sitzen in Finster­nis und Schatten des Todes. Und dieses Erscheinen von Ihm, dem Aufgang aus der Höhe, von Ihm, dem Gottessohn, ist so völlig er verbindet sich so ganz und gar mit Dasein, daß auch von dem Kinde aus Bethlehem gilt, daß sein Leben in Finsternis gehüllt ist, und daß Schatten des Todes darüber liegen. Das ist der Ernst des Weihnachts­festes trotz aller unserer Gemütlichkeit und Fröhlichkeit. Hier verbindet sich der Sohn Gottes mit unserem armen Erdendasein. Er begibt sich in unsere Finsternis, und der. Schatten des Hügels Golgatha liegt schon von Anfang an über seinem Leben. Doch Gott sei Dank auch gerade längs diesem Schattenweg, längs diesem Todesweg bringt Er uns Versöhnung.

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Es findet der selige Tausch zwischen uns und dem Kind­lein statt, von welchem Luther gesprochen hat in der ,, Frei­heit eines Christenmenschen". Er nimmt unser Dunkel auf sich, daß es um u uns helle werde; belädt sich mit unserer Schuld, damit wir frei ausgehen; läßt sich Gottes Zorn an seiner Seele austoben, damit uns seine volle Gnade lache; wie Paul Gerhard zu Weihnacht jubelt:

Meine Schuld kann mich nicht drücken,

Denn du hast

Meine Last

Ganz auf deinem Rücken

Kein Fleck ist an mir zu finden,

Ich bin gar

Rein und klar

Aller meiner Sünden

Uns

ist un

Weg

durch

unsere

ewige

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