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Das aufgebrochene Tor : Predigten und Andachten gefangener Pfarrer im Konzentrationslager Dachau / Vorwort und Herausgeber: Martin Niemöller
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G. L. BOU MAN, Hardenberg- Holland KEIN FLECK IST AN MIR ZU FINDEN Abendandacht, gehalten in den Adventstagen, Dezember 1944

In seinem Lobgesang spricht Zacharias von dem ,, Aufgang aus der Höhe, der erscheinet denen, die da sitzen in Finster­nis und Schatten des Todes, und richtet unsere Füße auf den Weg des Friedens".

Besonders in unserer jetzigen Lage ist dieses Adventswort von großem Wert. Mehr wie je sind wir ja denen gleich, die da sitzen in Finsternis und Schatten des Todes. Ja, eigent­lich ist das eine Charakteristik, die immer gilt: das Erden­dasein liegt in Finsternis und über allem Erdenglück liegt der Schatten des Todes. Doch jetzt, für uns im Lager mit seiner Bedrohung von Hunger und Seuchen, aber auch für unsere Familien und Freunde an der Front und in den von den Bombern bedrohten Gegenden da gilt es wohl sehr besonders: Finsternis und Schatten des Todes!

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Und gerade in dieser tiefen Finsternis will Er erscheinen, der hier genannt wird der ,, Aufgang aus der Höhe". Wie die Sonne, wie Gottes Gnadensonne geht er auf. So wurde er schon erwartet. So hatten es die Propheten schon voraus­gesagt: ,, Dein Licht kommt und die Herrlichkeit des Herrn geht auf über dir." Und auch: ,, Euch soll aufgehen die Sonne der Gerechtigkeit." Und hier sehen wir sein Licht. In dem Kinde von Bethlehem geht Gottes Sonne auf. Das wollen wir tief in uns durchdringen lassen, daß das Christuskind in Bethlehem wie die Sonne ist, wie Gottes Sonne, die unwiderstehlich aufgeht und durchbricht durch die Finsternis dieser Welt. Das ist ja in dieser Schreckens­zeit unser einziger Trost. Und das gibt uns den Mut, den­noch Weihnachten zu feiern. Christus der Herr ist uns von

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