der SS aus dem Lager geflüchtet. Das gesamte Privateigentum der Gefangenen: unser Geld, unsere Wertsachen und unsere Privatkleidung, soweit sie noch vorhanden war, hat die flüchtende SS mitgenommen. Am Sonntag, den 29. April, wehte am Lagertor die weiße Fahne, und alle noch im Lager verbliebenen Gefangenen waren über die baldige Befreiung hoch erfreut. Die Lagerleitung aber hatte es anders beschlossen. Wie der einige Tage später gefangen genommene erste Rapportführer des Lagers nach seiner Gefangennahme gestand, war befohlen worden, alle noch im Lager befindlichen Gefangenen am Sonntag abend zu ermorden. Die Gesunden sollten um 9 Uhr abends ahnungslos auf dem Appellplatz antreten und durch die in den nahen Wäldern versteckt liegenden Wikingverbände zusammengeschossen, die Kranken im Revier durch Flammenwerfer getötet werden. Da schickte uns Gott bereits um halb 6 Uhr abends zwei Kompanien Amerikaner als unsere Befreier, und der ruchlose Plan konnte nicht mehr ausgeführt werden. In der darauffolgenden Nacht versuchten zwei SS- Divisionen, das Lager zurückzuerobern und die Gefangenen doch noch umzubringen. Aber da die SS keine Artillerie mit sich führte, konnte sie auch diesen Plan nicht durchführen. Am Montag, den 30. April, dem ersten Tage der Befreiung, wurde auf dem Appellplatz, der so viele Greuel gesehen hat, ein riesiger Altar aufgebaut, an dem dann am 1. Mai ein feierlicher Dankgottesdienst für die Befreiung und für die Beendigung des Krieges, am 2. Mai ein Seelenamt für die gefallenen amerikanischen Soldaten und am 3. Mai ein Seelenamt für die ermordeten und verstobenen Gefangenen von Dachau gehalten wurde. Das Seelenamt für die amerikanischen Soldaten wurde gehalten durch amerikanische Militärgeistliche; die anderen Gottesdienste durch gefangen gewesene Geist
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